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27. MAI 2022

Google Shopping: Kampagnen richtig einrichten

Ohne den weltweiten Suchmaschinen-Giganten Google passiert heutzutage kaum noch etwas. Man sucht eine Information – wir rufen Google auf. Wir suchen nach einem Bild oder Video – wir suchen danach auf Google. Auch wenn wir auf der Suche nach Produkten sind und einen Preisvergleich wünschen, holen wir uns die berühmte Suchmaschine zu Hilfe. Doch was ist Google Shopping genau? Wir erklären Ihnen, was Google Shopping ist und wie Sie Google Shopping für Ihr KMU einrichten können. Auch gehen wir auf Google Shopping Kampagnen ein, mit den Sie die Sichtbarkeit Ihrer Produkte zusätzlich verbessern können.

In diesem Beitrag

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Leitfaden für Ihren Online-Shop und Google Shopping

Im Leitfaden finden Sie die wichtigsten Fakten zu Google Shopping und wir haben Sandro Huber, SEO-Experte und Unternehmer bei SH Digital, zu seinen Experten-Tipps befragt.

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Was ist Google Shopping?

Google – die Suchmaschine schlechthin. Da ist es fast schon logisch, dass Google auch eine Suchmaschine für Produkte, also für das Online Shopping, anbietet.

Sie haben bestimmt selbst schon einmal in der Suchmaschine in der Wahlleiste auf «Shopping» geklickt, wenn Sie nach einem Produkt gesucht haben.

Abb.: Screenshot der Google-Suchmaske
Abb.: Screenshot der Google-Suchmaske

Nun denken Sie an die vielen User, die diese Suchmaschine jeden Tag benutzen und dass genau diese User auch Ihren Online-Shop und Ihre Produkte dort finden könnten. Seien Sie also dort präsent, wo es auch Ihre Kunden sind.

Von Google Shopping zu profitieren ist ganz einfach. Wir erklären Ihnen weiter unten, wie Sie Google Shopping einrichten, was es kostet und wie Sie damit mehr Umsatz erwirtschaften können.

Auch zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Kunden zielgruppengerecht mit Google Ads auf Ihre Produkte aufmerksam machen.

Obwohl Sie mit Google Shopping Ihre Produkte verkaufen können, handelt es sich um keinen klassischen Online-Shop. Der Unterschied: Sie verkaufen Ihre Produkte nicht über Google, sondern Google leitet Ihre potenziellen Kunden auf Ihren Webshop weiter. Der Verkauf findet also auf Ihrer Website statt.

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Seien Sie dort präsent, wo auch Ihre Kunden sind – online!

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Was sind die Vorteile von Google Shopping?

Sie kennen bestimmt die Redewendung «Das Auge isst mit», wenn es um Essen geht. Ähnlich verhält es sich bei Google Shopping. Denn auch beim Shoppen «isst das Auge» sozusagen mit und die Aufmerksamkeit des potenziellen Kunden wird mit attraktiven Bildern stärker erregt als nur mit Text.

Während bei Google Ads, die zwar ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen, dem User nur Text, ein Link und eine Bewertung angezeigt werden, werden bei Google Shopping Bilder ausgespielt, die den User verstärkt ansprechen und somit das Klickverhalten potentiell erhöhen.

Abb.: Suchergebnisse mit bezahlten Anzeigen im Text-Format.
Abb.: Suchergebnisse mit bezahlten Anzeigen im Text-Format.
Abb.: Suchergebnisse mit (bezahlten) Anzeigen bei Google Shopping.
Abb.: Suchergebnisse mit (bezahlten) Anzeigen bei Google Shopping.

Weitere Vorteile von Google Shopping

  • Google User werden mit Google Shopping auf Ihre Brand, Ihren Online-Shop und Ihre Produkte aufmerksam.

  • Neben reinem Text können Sie dem User ein Produktfoto, den Preis, die Verfügbarkeit sowie Angaben zum Versand liefern.

  • Dank zielgruppengerechter Ausspielung der Google Ads erreichen Sie mit Google Shopping genau die richtige Zielgruppe; d.h. der Streuverlust Ihrer Anzeigen ist gering.

  • Google Shopping ist zunächst kostenlos – Sie zahlen nur, wenn User auf Ihre Ergebnisse klicken.

  • Wenn Sie bereits einen Online-Shop haben, richten Sie Ihren Google Shopping Account in nur wenigen Schritten ein.

  • Google bietet Ihnen mit Google Analytics wertvolle und hilfreiche Fakten, mit den Sie Ihre Anzeigen genau analysieren und verbessern können, um so Ihren Umsatz weiter zu steigern.

  • Nach neuesten Statistiken hat Google (Stand März 2022) einen Marktanteil von über 84% weltweit bezüglich Page Views. Profitieren Sie und auch Ihre Brand von diesem Marktanteil, wenn Sie Ihre Produkte per Google Shopping anbieten.

Digitales Marketing gehört heutzutage zu einem ganzheitlichen Marketing dazu und ist Teil eines gut ausgearbeiteten Business Plans. Das Schaufenster-Bummeln von Kunden gehört eher der Vergangenheit an. Die Kunden von heute suchen und informieren sich über Produkte am liebsten bequem auf dem Sofa sitzend oder beispielsweise während sie mit der Bahn unterwegs sind – und das natürlich mobil und digital.

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Digitales Marketing kann und sollte also ein entscheidender Teil Ihres Marketingkonzepts darstellen. Dazu gehören neben Google Shopping auch E-Mail-Marketing, Video-Marketing und die Präsenz und das Marketing in den sozialen Medien, wie zum Beispiel Instagram, LinkedIn & Co.

Abb.: Geshoppt wird heute überall – mit dem Smartphone.
Abb.: Geshoppt wird heute überall – mit dem Smartphone.

Google Shopping: Das sind die Voraussetzungen

Um Google Shopping zu nutzen, sind ein paar Voraussetzungen nötig, die Sie vielleicht bereits erfüllen.

Schritt 1: Die Basis ist ein Google-Konto

Um Google Shopping nutzen zu können, benötigen Sie ein Google Konto. Wenn Sie noch kein Google-Konto haben, können Sie hier Ihr Konto mit wenigen Klicks einrichten.

Schritt 2: Haben Sie einen Online-Shop, den Sie verknüpfen können?

Zusätzlich brauchen Sie einen Online-Shop, über den Sie Ihre Produkte vertreiben.

Haben Sie noch keinen Online-Shop?

Mit diesen Apps lässt sich Ihr eigener Online-Shop ganz einfach einrichten:

Wie bereits zuvor erwähnt, isst das Auge mit. Daher ist es sinnvoll, qualitativ hochwertige Produktfotos für Ihren Online-Shop zu nutzen, damit sich die User angesprochen fühlen und Sie sich so gegenüber der Konkurrenz abheben können.

Keine Erfahrung mit Produktfotografie und auch kein Budget für einen professionellen Fotografen? Unser Webshop-Anbieter Shopify, den Sie auch mit Ihrem bexio-Konto via Marketplace Schnittstelle verknüpfen können, gibt Tipps für schöne Produktfotos.

Abb.: Sie müssen kein Profi-Fotograf sein für gute Produktfotos. Schon wenige Tipps helfen.
Abb.: Sie müssen kein Profi-Fotograf sein für gute Produktfotos. Schon wenige Tipps helfen.

Schritt 4: Kennen Sie Ihre Zielgruppe!

Auch sollten Sie ein gutes Bild über Ihre Zielgruppe haben, damit Sie Ihre Anzeigen bestmöglich gestalten/anlegen können. Denn nur wenn Sie von der richtigen Zielgruppe auch gefunden und gesehen werden, können Sie mit Google Shopping Umsatz generieren.

Schritt 5: Google Ads Konto & Google Merchant Center

Falls Sie nicht bereits über ein Google Ad Konto verfügen, können Sie es sich ganz einfach einrichten. Hierfür brauchen Sie keine neue E-Mail-Adresse und kein weiteres Passwort. Das Google Ad Konto ist nötig, um es anschliessend mit Ihrem Google Merchant Center Konto zu verknüpfen. Mit dieser Verknüpfung sind Sie bereit für Ihre Kampagnen.
Mit Ihrem Google Konto können Sie sich nun ganz einfach im Google Merchant Center registrieren. Dort verwalten Sie Ihre Daten, bewerben Ihre Produkte und haben Einblick in die Analysen.

Tipp: Die Webseiten von Google sind alle übersichtlich aufgebaut und einfach erklärt. Bei einer Registrierung werden Sie durch jeden Schritt geführt. Sie brauchen also keine Sorge haben, dass Sie sich verlieren oder nicht weiterkommen. Ansonsten gibt es auch Google-Hilfe-Seiten, die Ihnen weiterhelfen.

Google Shopping: Kampagnen erstellen (Schritt für Schritt)

Los geht’s! Alle organisatorischen Aufgaben sind erledigt? Dann kann es nun mit Ihrer Werbekampagne losgehen.

Schritt 1: Upload Ihrer Produkte

Laden Sie Ihre Produkte im Google Merchant Center hoch. Sie können zum Beispiel das Google Spreadsheet nutzen und dort in jede Spalte die nötigen Informationen zu Ihrem Produkt eintragen. Der Vorteil: Auf diese Weise können Sie einen sogenannten Produkt-Feed erstellen und damit schnell mehrere Produkte in einem Schritt hochladen.

Folgende Felder gilt es, je Produkt auszufüllen:

  • Titel (Name Ihres Produktes)

  • Beschreibung Ihres Produktes

«Der beste Tipp für Produktbeschreibungen in Bezug auf Google Shopping ist, alles für eine optimale Interaktion des Kunden mit dem Produkt zu schaffen (User Experience).»

Sandro Huber, SEO-Experte und Unternehmer.

Mit den richtigen Keywords mehr Erfolg

Achten Sie bei der Produktbeschreibung darauf, dass sie möglichst die richtigen Keywords (dt. Schlüsselwörter) enthält. Google wird Ihre Produkte anhand der Relevanz Ihrer Keywords ranken und dies entscheidet letztlich über die Position, an der Ihr Produkt dem User angezeigt wird. Dabei sollte Ihre Beschreibung auch nicht zu allgemein sein, denn sonst ist der Streuverlust zu gross und Sie erreichen keine potenziellen Kunden.

  • Web-Link zu Ihrem Online-Shop
  • Zustand (Ist die Ware neu oder gebraucht?)

  • Preis

  • Verfügbarkeit

  • Link Image (dt. Link des Bildes; diesen finden Sie in Ihrem CMS)

  • gtin (global trade item number; wenn Sie Produkte anderer Marken verkaufen, müssen Sie dies mit der gtin kennzeichnen. Diese finden Sie unterhalb des Barcodes.)

  • Marke (tragen Sie hier die Marke des Produktes ein, oder bei Eigenprodukten Ihren Web-Shop-Namen)

  • Google Product Category (suchen Sie im angehängten Sheet nach der geeigneten Google Produktkategorie für Ihre Produkte. Sie können mit dem Finder z.B. nach Kopfhörern suchen und gelangen so zur richtigen Kategorie. Übernehmen Sie die Kategorie-Stufen jeweils mit einem Leerzeichen und einem «>». So stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt bei den richtigen Suchanfragen angezeigt wird.

Beispiel Produktkategorie

Elektronik > Audio > Audiokomponenten > Kopfhörer & Headsets

Alternativ können Sie auch im Menü des Google Merchant Centers auf Produkte klicken und dort über das Plus-Zeichen manuell ein Produkt hinzufügen. Hier sind die gleichen Angaben nötig, also Titel, Beschreibung etc. und Foto – entweder per Bild-Upload oder mit dem Bild-Link.

Nachdem Ihr Produkt-Upload abgeschlossen ist, prüft Google Ihre Angaben. Wenn Sie in der Übersicht Ihrer Produkte ein rotes Zeichen sehen, wurde dieses Produkt nicht für Google Shopping freigegeben. Überprüfen Sie Ihre Angaben. Manchmal verhindern zu viel freier Text oder fehlende Angaben das Freischalten von Google.

Schritt 2: Kampagnen aktivieren

Mit einem einfachen Klick auf «aktivieren», werden Ihre Produkte automatisch angezeigt, wenn jemand ein passendes Keyword eintippt.

Wenn Sie bezahlte Kampagnen schalten möchten, verknüpfen Sie nun Ihren Google Ad Account mit dem Google Merchant Center.

Dort geben Sie Ihrer Kampagne einen Namen. Diesen können Sie frei wählen, sodass Sie erkennen, um welche Kampagne es sich handelt. Nachdem Sie den Namen festgesetzt haben, geht es um das Budget, das Sie ausgeben möchten.

Zuerst wählen Sie Ihre automatisierte Bieterstrategie aus. Sie wählen zwischen Target ROAS, Maximize Clicks (maximierende Klickzahlen) und Manual CPC (manuelle Kosten pro Klick).

Schritt 3: Budget festlegen

Wenn Sie maximierende Klickzahlen auswählen, können Sie schnell sehr viel Geld verlieren. Denn Google wird das Ausspielen Ihrer Kampagne so optimieren, dass Sie möglichst viele Klicks erhalten. Doch das hat auch seinen Preis.

Wenn Sie die Strategie Manual CPC auswählen, bestimmen Sie, wie viel Geld ein Klick kosten darf. Google richtet die Kampagne automatisch darauf aus und schützt Sie vor unvorhergesehenen Geldverlust. Kurz gesagt: Sicherheit und Kostenkontrolle für Sie!

Als nächstes tragen Sie Ihr Budget ein, wie viel Sie pro Tag für diese Kampagne bereit sind zu zahlen und wählen die Priorität Ihrer Kampagne aus. Sie können zwischen low, medium und high wählen. Hierbei geht es um die Reihenfolge der ausgespielten Kampagnen.

Mit der Auswahl high wären Sie damit auf Seite 1, hätten aber auch entsprechend hohe Kosten, ohne bereits Erfahrungswerte zu dieser Kampagne gesammelt zu haben.

Es empfiehlt sich daher bei der Standardauswahl «low» zu bleiben. Das ermöglicht Ihnen, Erfahrungen mit der aktiven Kampagne zu sammeln und anhand dieser Werte die Kampagne zu steuern und zu optimieren.

Schritt 4: Laufzeit der Kampagne festsetzen

Bevor Ihre Kampagne live geht, können Sie noch einen fixen Zeitraum festlegen, in dem die Kampagne aktiv sein soll. Lassen Sie das Feld aus, läuft Ihre Kampagne ohne Enddatum, bis Sie sie manuell stoppen. Mit einem fixierten Zeitraum haben Sie die Kontrolle und können damit die Ausgaben für Ihr Unternehmen besser steuern.

Was kostet Google Shopping?

Wenn Sie Ihre Produkte nur auf Google Shopping listen lassen und keine Paid Ads (bezahlten Kampagnen) aktivieren, ist Google Shopping soweit kostenlos für Sie. Das Anzeigen Ihrer Produkte wird dann analog der organischen Suche kategorisiert. Je besser Ihr Angebot zu den Keywords passt, die der User eingibt, desto weiter oben in den Suchergebnissen erscheint Ihr Produkt.

Viele Unternehmer entscheiden sich zusätzlich für die bezahlte Werbung, um schneller mehr Umsatz generieren zu können.

Welches Prinzip zu Ihrem ganz individuellen Unternehmen passt, hängt ganz von Ihrem Marketingkonzept ab und welches Budget Sie für Marketingmassnahmen ausgeben können/wollen.

Wenn Sie bezahlte Kampagnen wählen und sich für CPC entscheiden, also für Kosten pro Klick auf Ihre Anzeige, variieren die Preise unterschiedlich stark. Jedoch kann man ungefähr von ca. 11% des Produktpreises als Kostenfaktor für die Ad ausgehen.

Google Shopping Kampagnen optimieren

Sobald Ihre Kampagnen aktiv sind, sollten die diese regelmässig kontrollieren. Wenn Sie beispielsweise nach ein paar Tagen noch keine Klicks erreicht haben, kann es sein, dass ihr CPC-Budget zu niedrig gesetzt ist, so dass die Kampagne keinen Erfolg bringt. Auf der anderen Seite kann es auch dazu kommen, dass Sie beispielsweise zu schnell zu viele Impressions auf Ihrem Online-Shop erhalten und damit zu viel für Ihre Kampagne ausgeben. Beobachten Sie die Zahlen und passen Sie entsprechend an – für ein optimales Kosten-Erfolgs-Gleichgewicht.

Weitere Möglichkeiten zur Kampagnen-Optimierung

  • Neue Kampagne erstellen

  • Produktgruppen erstellen

  • Schlecht laufende Produkte aus Kampagnen ausschliessen

  • Weitere Kennzahlen zur Analyse hinzuziehen

  • Budget anpassen

  • A & B Tests (d.h. vergleichbare Kampagnen laufen parallel, jedoch mit unterschiedlichen Einstellungen. Die Kampagne, die besser performt, ist der Gewinner.)

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Leitfaden für Ihren Online-Shop und Google Shopping

Im Leitfaden finden Sie die wichtigsten Fakten zu Google Shopping und wir haben Sandro Huber, SEO-Experte und Unternehmer bei SH Digital, zu seinen Experten-Tipps befragt.

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