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Marketing Management

Employer Branding: So baust du deine Arbeitgebermarke auf

Employer Branding ist heutzutage ein wichtiges Instrument im Recruiting und in der Kundenbindung geworden und nicht mehr aus der Arbeitswelt wegzudenken. Unternehmen mit einem starken Employer Brand haben einen klaren Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt und können sich mit ihrer einzigartigen Employer Value Proposition am Markt positionieren. Wir klären in diesem Beitrag den Begriff «Employer Branding», welche Vorteile es mit sich bringt und wie man seinen eigenen Employer Brand aufbaut. Dazu runden drei Beispiele das Thema ab.

Was ist Employer Branding?

ℹ️ Beim Employer Branding geht es um den Aufbau einer eigenen Arbeitgebermarke. Das Unternehmen wird als attraktiver Arbeitgeber vermarktet und hebt sich dadurch vom Wettbewerb ab. Zudem unterstützt es den Recruiting-Prozess sowie die Mitarbeiterbindung. In grösseren Unternehmen ist dies Aufgabe der Personalabteilung.

Was ist der Unterschied zwischen Personal Branding & Personalmarketing?

Personalmarketing:

Der Begriff «Marketing» deutet auf die Massnahmen hin, die für die Verbreitung der «Employer Brand» und für die Anziehung neuer Talente eingesetzt werden.

Employer Branding:

Beim Employer Branding geht es um die Strategie, die Planung und das Wertversprechen, mit dem die Firma sich auf dem Arbeitsmarkt präsentiert.

Wozu dient Employer Branding?

  • Stärkung der Mitarbeiterbindung
  • Geringere Fluktuation
  • Einfluss auf Wettbewerbsvorteile
  • Steigerung der Markenbekanntheit
  • Positiver Einfluss auf Quantität und Qualität der Bewerber
  • Reduzierung von Krankheitstagen / Fehltagen
  • Festigung der Mitarbeitendenbindung
  • Steigerung der Produktivität
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Abb.: Zu einem guten Employer Brand gehört auch ein gutes Arbeitsklima.

Wie entwickelst du eine Employer Brand Strategie?

Grundsätzlich sollte man sich bewusst machen, dass die eigene Employer Brand Strategie nach innen sowie nach aussen wirkt. Nach innen unterstützt sie die Strategie bei der Mitarbeiterbindung sowie beim Aufbau und der Stärkung der Loyalität. Nach aussen verbessert die Strategie dein Recruiting-Prozess.

Damit umfasst die Employer Brand Strategie folgende Schritte:

  • Analyse

  • Branding

  • Engagement

  • Recruiting

  • Retention

Schritt 1: Analyse

Als erster Schritt ist es wichtig, dass du dich mit dem Status Quo auseinandersetzt und prüfst, wie es gerade um dein Employer Brand steht. Wie zufrieden sind deine Mitarbeiter? Welches Feedback erreicht dich? Wie sieht es bei der Konkurrenz aus? Was bietet diese ihren Mitarbeitenden an?

In diesem Schritt geht es also darum, den IST-Zustand festzuhalten und den SOLL-Zustand zu definieren.

Ebenso solltest du dir bereits jetzt Gedanken über deine Employer Value Proposition (EVP) machen. Die EVP entspricht sozusagen deinem Unique Selling Point (USP) als Arbeitgeber. Welches Wertversprechen gibst du deinen Mitarbeitenden und womit grenzt du dich von der Konkurrenz ab?

Schritt 2: Branding

Im nächsten Schritt geht es darum, deine Zielgruppe zu untersuchen. Wo hält sich deine Zielgruppe auf? Wie kannst du sie am besten erreichen? In den sozialen Netzwerken? Persönlich auf Jobmessen oder über deinen Internetauftritt? Mit welchen Massnahmen in deinem Unternehmen möchtest du die Loyalität deiner Mitarbeitenden steigern? Mit welchen Benefits kannst du dich von Wettbewerbern unterscheiden?

Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, geht es darum, daraus aussagekräftige Marketing-Botschaften zu entwickeln und die Informationen an deine Zielgruppe weiterzugeben. Du entwickelst also das unternehmenseigene Employer Brand Konzept, mit dem du mit deinen Kandidaten und Mitarbeitenden in Kontakt trittst. Dazu gehört beispielsweise das Drucken von Flyern (z. B. für eine Jobmesse) oder die Anpassung deiner Internetseite mit entsprechenden Bildern und Messages.

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Schritt 3: Engagement

Nachdem nun deine Brandingmassnahmen festgelegt sind, geht es darum, dass diese Massnahmen deine Zielgruppe auch erreichen und du dadurch das Engagement steigern kannst. Engagement bedeutet die Interaktion deiner Zielgruppe mit deinem Unternehmen als Arbeitgeber. Wie interagierst du mit deinen potenziellen Kandidaten? Wie, wo und wann trittst du mit diesen in Kontakt?

  • Über Postings in sozialen Medien.

  • Auf Jobmessen.

  • Über Content (z. B. Blogartikel) auf deiner Webseite.

  • Mithilfe von Videos auf Youtube.

  • u. w.

Schritt 4: Recruiting

Wenn der Kontakt zu potenziellen Kandidaten hergestellt ist, gilt es, im Recruitingprozess zu überzeugen. Stelle deine EVP im Bewerbungsgespräch vor. Zeige, was es ausmacht, bei dir in deiner Firma zu arbeiten und mit welchen Vorteilen du deine Mitarbeitenden würdigst.

Eine gute Employer Brand Strategie stärkt deinen Prozess der Mitarbeitergewinnung.
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Abb.: Im Interview mit Kandidaten solltest du dich als Arbeitgeber mit deiner EVP bestmöglich verkaufen.

Fachkräftemangel erhöht Wichtigkeit von Employer Branding

Der Fachkräftemangel ist nicht nur ein «Buzzwort», sondern tatsächlich ein Problem. So meldet das SRF ein Rekordhoch für das Jahr 2023. Das Problem ist, dass nicht mehr genügend qualifizierte Mitarbeitende in der Berufswelt nachwachsen. Damit gibt es ein Ungleichgewicht zwischen Anzahl Arbeitgeber und Anzahl Mitarbeitende. Mitarbeitende stehen daher in der vorteilhaften Situation, sich zwischen Arbeitgebern entscheiden zu können. Damit dein Unternehmen das «Rennen macht», brauchst du eine überzeugende Employer Value Proposition und ein gutes Arbeitgeberimage, um Kandidaten von dir zu überzeugen.

Schritt 5: Retention

Wenn du deine passenden Kandidaten für dich gewonnen hast, geht es im nächsten Schritt um die kontinuierliche Bindung. In dieser Phase baust du die Loyalität der Mitarbeitenden zu deinem Unternehmen auf und sorgst so für eine geringere Fluktuationsrate. Hinzu kommt, dass zufriedene Mitarbeitende produktiver und effizienter sind. Bemühe dich also auch nach der Anstellung um die Zufriedenheit deiner Mitarbeitenden. Es wird sich doppelt auszahlen – für dich als Unternehmer und für deine Mitarbeitenden.

Was macht gutes Employer Branding aus?

Es gibt nicht «das Eine», das ein gutes Employer Branding ausmacht. Wie so oft, ist es der Mix aus mehreren Elementen, der zum Erfolg führen kann.

  • Konsistenz: Wichtig ist, dass du an deiner Message festhältst und diese langfristig etablierst und lebst. Nur so wirkt deine EVP glaubwürdig und schafft Vertrauen.

  • Einzigartigkeit: Kopiere nicht von anderen. Ideen einholen ist okay. Aber kopieren solltest du deine Konkurrenten nicht. Das fällt schnell auf und du verlierst an Integrität.

  • Mehrwert / Benefits: Welchen Mehrwert versprichst du deinen Mitarbeitenden? Ist dieser wirklich ein Mehrwert? Hast du dir hier besondere Gedanken gemacht? Welche Benefits bietest du an?

  • Wertschätzung: Benefits sind eine Art der Wertschätzung. Es gibt aber noch andere Wege, seinen Mitarbeitenden Dank für gute Leistungen auszusprechen. Nutze diese Gelegenheiten und zeige, dass du die Arbeit schätzt.

  • Gehalt- / Leistungsverhältnis: Für ein gutes und langfristiges Arbeitsverhältnis zählt neben einer angemessenen Entlohnung auch das Arbeits- und Aufgabenumfeld sowie die Stimmung im Team. Nur wenn man als Arbeitgeber einen guten Job macht, können das die Arbeitnehmenden auch.

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Bei bexio haben wir moderne Arbeitsplätze, frische Früchte und eine Terrasse zum Entspannen. Kollegialer Austausch wird bei uns gross geschrieben. Auch profitieren unsere Mitarbeitenden von Yoga-, Fitness- und Massage-Angeboten und vieles mehr. Auch die Möglichkeit vom Homeoffice aus zu arbeiten, gehört bei uns fest zur Unternehmenskultur.

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Beispiele für gutes Employer Branding

Beispiel 1: Zweifel Pomy-Chips: Bester Schweizer Arbeitgeber 2022 und 2023

Als einer der bester Arbeitgeber in der Schweiz wurde die Firma Zweifel Pomy-Chips in den Jahren 2023 und 2024 wiederholt gewählt. Doch was macht den Kartoffelchips-Hersteller so beliebt als Arbeitgeber? Bei unserer Recherche dazu sind wir auf die hohe Mitarbeiterzufriedenheit gestossen, die unter anderem durch einen verlängerten Vaterschaftsurlaub und einen zusätzlichen freien Tag zum Geburtstag verursacht wird. Darüber hinaus erhalten alle Mitarbeitenden jedes Jahr einen Bonus ausbezahlt und können so direkt von ihrer erfolgreichen Arbeit profitieren. Auch die kollegiale Zusammenarbeit mit dem CEO Christoph Zweifel wird sehr geschätzt.

Beispiel 2: Google

Google ist eine der bekanntesten und angesehensten Marken der Welt. Nicht nur bekannt für seine Suchmaschine, sondern auch für seinen Employer Brand. Bei Google als Arbeitgeber werden innovative Kultur, Engagement für Vielfalt und Integration sowie das grosszügige Leistungspaket geschätzt. Mit passenden Employer Branding Kampagnen hebt das Unternehmen diese Attribute hervor, was bei den Kandidaten gut ankommt.

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Abb.: Google gehört nicht nur zu der beliebtesten Suchmaschine der Welt, sondern auch zu einem beliebten Arbeitgeber.

Beispiel 3: Migros

Mit 4.4 von 5 Punkten wird der Schweizer Lebensmittel-Riese Migros auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu.ch als sehr attraktiv bewertet. Hervorgehoben werden hier Benefits wie eine Kantine, Rabatte auf unternehmenseigene Produkte, flexible Arbeitszeiten sowie eine gute Verkehrsanbindung. Darüber hinaus investiert der MGB (Migros-Genossenschafts-Bund) langfristig in seine Mitarbeitenden, indem er Karrierechancen bereithält und die Möglichkeit für Weiterbildungen anbietet.

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Abb.: Ist die Stimmung am Arbeitsplatz gut, steigert das die Produktivität.
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