Letztes Update 06. November, 2023|Geschrieben von bexio-Redaktion
Wie ein Seefahrer eine Karte zum Navigieren in den Gewässern braucht, benötigt ein Unternehmer einen Businessplan. Dieser gilt vor, während und nach der Gründungsphase als Navigationsgerät. Auch hilft er dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen und kann Geldgeber und Investoren von der Geschäftsidee überzeugen. Ein Businessplan zeigt, dass du dich ausreichend und im Detail mit deiner Business-Idee auseinandergesetzt hast und die Chancen ebenso wie die Risiken der Unternehmung analysiert hast. Als Nicht-Schwimmer stürzt du dich schliesslich auch nicht ohne Schwimmhilfe in die Fluten, oder? Im folgenden Beitrag erfährst du, warum ein Businessplan ein Weg zum Erfolg sein kann, welche Vorteile er dir bietet und welche Fehler du vermeiden solltest.
+
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Businessplan?
ℹ️ Ein Businessplan ist ein schriftliches Dokument, das sich umfassend mit deiner Geschäftsidee befasst. Es beleuchtet die Chancen und Risiken sowie die Wettbewerbssituation als auch die Wachstumschancen. Ein Businessplan ist mehr als eine Anforderungen von Investoren und künftigen Partnern – er dient als Fahrplan und bildet eine solide Grundlage.
Wozu dient ein Businessplan?
Ein Businessplan ist ein strategisches Instrument, das dir die interne Planung und Führung erleichtert. Bei der Erstellung setzt du dich im Detail mit der Geschäftsidee, den Wachstumsmöglichkeiten, der Konkurrenz sowie Marketing- und Vertriebsstrategien auseinander. Abgestimmt auf die jeweilige Unternehmensphase unterstützt er während der gesamten Lebensdauer deines Unternehmens.
Mit einem Businessplan strukturierst du dein geschäftliches Vorhaben und untersuchst Chancen und Risiken. Du kannst dabei alles überdenken, die Geschäftsidee beleuchten und auf Schwachstellen analysieren. Dies bewahrt dich davor, unüberlegt viel Geld und Zeit zu investieren.
Ein Businessplan ist dabei niemals nur für dich als Gründer: Extern dient er dir als wichtige Grundlage für Treffen mit Dritten wie Behörden, künftigen Geschäftspartnern, Banken und Investoren.
Der Businessplan gilt über die gesamte Lebenszeit des Unternehmens als Kompass und Leitfaden. Der Aufwand, den du für die Erstellung investierst, zahlt sich daher im Laufe der Zeit garantiert aus.
Was gehört alles in einen Businessplan?
Je nach Unternehmen kann ein Businessplan variieren. Es gibt jedoch einige Inhalte, die in jedem Fall betrachtet und ausreichend analysiert werden sollten, um ein hilfreiches Strategiewerkzeug in den Händen zu halten. Dazu gehören unter anderem die Beschreibung deines Business sowie eine umfangreiche Marktanalyse inklusive Finanzplanung und Marketing- und Vertriebsstrategie.
Ein strukturierter Aufbau sowie eine nachvollziehbare Gliederung helfen dir und Dritten, dem Inhalt deines Businessplans folgen zu können.
Die Zusammenfassung deines Business: Executive Summary
Ein grundlegender Inhalt, der in keinem Businessplan fehlen darf, ist die Beschreibung deiner Geschäftsidee. In kurzen und prägnanten Sätzen solltest du direkt zu Beginn des Businessplans deine Idee skizzieren und dabei aufzeigen, welches Kundenproblem du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung lösen möchtest. Welchen Nutzen bringt deine Idee den Kunden? Wer ist überhaupt dein Kunde? Weshalb sollte ein Kunde sich für deine Lösung entscheiden? Welche Kundenbedürfnisse wirst du befriedigen? Bist du damit einzigartig und unverwechselbar oder hat der Kunde Alternativen? Besteht eine Nachfrage auf dem Markt? Welche Marktstellung willst du erreichen? Welche Ressourcen benötigst du?
Beantworte diese Frage und notiere die Schlüsselzahlen deines Projekts: Welche Investitionen sind notwendig? Woher sollen diese Mittel kommen? Weisst du bereits, welche Rechtsform deine Firma haben soll? Gibt es Beteiligungen? Wo wird dein Firmenstandort sein?
Neben der Zusammenfassung deiner Unternehmung solltest du in einem nächsten Schritt das Unternehmensziel definieren. Was möchtest du erreichen? Welche Umsatzziele verfolgst du? Möchtest du Marktführer werden? Strebst du langfristig eine Internationalisierung an?
Was wirst du tun, um deine Ziele zu erreichen? Gibt es Beteiligungen? Wo ist dein Firmenstandort?
Wie lauten deine Vision und Mission?
Zum Führen eines Unternehmens gehört es auch, eine Vision sowie eine Mission festzulegen und niederzuschreiben. Die Vision entspricht dabei deinem Wunschziel, das du erreichen möchtest. Die Mission dagegen beschreibt den Weg, den du zu diesem Ziel gehen möchtest.
Folgendes Beispiel hilft, die Begriffe Vision und Mission zu verdeutlichen:
Vision und Mission: Das Beispiel bexio
Vision: Unsere Vision ist es, allen KMU, Selbstständigen und Startups in der Schweiz die Buchhaltung und Administration zu vereinfachen. Wir möchten KMU dabei eine der zuverlässigsten Business- und Kollaborationsplattformen bieten.
Mission: Unsere Mission ist es, eine zuverlässige Plattform zu bieten, die Kleinunternehmen im Arbeitsalltag unterstützt. Wir erweitern dabei ständig unser Ökosystem, um Unternehmen miteinander zu verbinden. Zusätzlich arbeiten wir jeden Tag an unserem Produkt, um die Buchhaltung und Administration unserer Kunden weiter zu vereinfachen.
Wir schaffen eine Welt, in der unsere Kunden ihren täglichen Herausforderungen einfach und sicher begegnen können.
Analysiere Stärken und Schwächen
Jedes Unternehmen besitzt interne Stärken und Schwächen sowie externe Chancen und Risiken. Diese zu kennen und zu analysieren ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der in keinem Businessplan fehlen sollte. So kannst du dich rechtzeitig auf Schwächen vorbereiten und damit auch Risiken minimieren.
Untersuche den Markt und definiere deine Marketingstrategie
Hierfür solltest du dir folgende Fragen stellen und so gut wie möglich beantworten:
Stelle in diesem Abschnitt deines Businessplans dein Gründerteam vor. Wer steht hinter der Geschäftsidee? Welche Eigenschaften befähigen dich zur Führung eines Unternehmens? Welche Erfahrungen und welches Know-how bringst du mit?
Daneben solltest du hier anbringen, wie du dir die Arbeit künftig vorstellst. Mit wie vielen Mitarbeitern rechnest du? Wie möchtest du das Business organisieren?
Abb.: Eine planvolle Auseinandersetzung mit deiner eigenen Businessidee ist das A und O für ein erfolgreiches Unternehmen.
Ein Businessplan ist kein starres Konstrukt – er sollte immer bei Bedarf überarbeitet und angepasst werden und somit langfristig eine Führung bieten.
Abb.: Besprich deinen Businessplan mit anderen – so erhältst du wertvolles Feedback und weitere Anregungen oder Denkanstösse.
Was sollte man beim Erstellen eines Businessplans beachten?
Die Erstellung eines Businessplans solltest du ernst nehmen und nicht einfach nur Wort an Wort «herunterschreiben» und die leeren Seiten füllen. Füge nachvollziehbare und realistische Berechnungsbeispiele an und zeige, dass du dich ernsthaft und verantwortungsvoll mit der Geschäftsidee auseinandergesetzt hast. Eine intensive Recherche über Konkurrenz und Marktsituation sind daher unabdingbar.
Du trägst als Unternehmer nicht nur Verantwortung für dich, deine Investoren und Mitarbeitenden, sondern auch für die Gesellschaft.
Eine nachvollziehbare Gliederung und eine genaue Auseinandersetzung mit deiner Geschäftsidee zeigen, dass du es ernst meinst. Es wird dir künftig viel Geld und Zeit einsparen, wenn du von Anfang an einer klaren Strategie folgst.
Welche Fehler sollten beim Businessplan vermieden werden?
Vermeide es, …
… eine oberflächliche Analyse durchzuführen.
… unrealistische Zahlen für die Berechnung heranzuziehen.
… dich unzureichend mit dem Kundenvorteil auseinanderzusetzen.
… eine Idee zu verfolgen, für die die finanziellen Mittel fehlen, ebenso wie Investoren oder andere Geldgeber.
… zu früh ins Business starten.
… dich nicht ausreichend mit der Marktsituation zu beschäftigen.
… kein eindeutiges Ziel zu verfolgen.
… den Businessplan nicht mit Kollegen, Bekannten oder Familie durchzugehen, um Feedback zu erhalten.
Abb.: Nimm dir Zeit und schau genau hin: Welche Risiken oder Herausforderungen könnten dir begegnen?
Leitfaden für Gründer
Der Sprung in die Selbstständigkeit ist gar nicht so schwer. Doch eine gute Geschäftsidee alleine reicht nicht aus. Wir haben die wichtigsten Fragen zur Firmengründung zusammengefasst, mit denen du dich zu Beginn deines Unternehmens beschäftigen solltest.
Mit unserer Checkliste unterstützen wir dich als Jungunternehmer in der Gründungsphase, damit du erfolgreich in dein Business startest.
Wie bereits erwähnt, kann der Umfang eines Businessplan von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Jedoch ist er hilfreicher, je umfangreicher er erstellt wird. Zusätzlich sollte er genügend Platz zur Verfügung stellen, um Anpassungen und Änderungen während des Lebenszyklus einer Unternehmung vornehmen zu können.
Zusätzlich hilft es, die Beschreibung so prägnant wie möglich zu formulieren, sodass keine falschen Vermutungen oder Fehlinterpretationen getroffen werden können.
Businessplan: Unsere Vorlage zum Download
Um dir die Erstellung eines Businessplans zu vereinfachen, findest du hier eine kostenlose Anleitung zum Download. Damit kannst du Schritt für Schritt den Start deines eigenen Unternehmens beginnen.
Die Autoren unserer bexio-Redaktion bringen langjährige Expertise und Erfahrung im Erstellen von hochwertigem Content mit. Bei allen veröffentlichten Texten stehen für die Autoren höchste Ansprüche auf Qualität, detaillierte Recherche und Mehrwert für den Leser im Mittelpunkt.
Informiere dich regelmässig über aktuelle Entwicklungen, Hintergründe sowie Trends aus und rund um die bexio-Welt inkl. News, Produktupdates und Tipps & Tricks für deinen Posteingang.
Bei der Registrierung deiner Daten ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es erneut oder, falls das Problem weiterhin besteht, wende dich bitte an unseren Support unter [email protected] oder +41 (0)71 552 00 61.