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Was ist Umsatz? Definition und Berechnung

Der Umsatz stellt einen wichtigen Wert im betrieblichen Rechnungswesen dar, da er Aufschluss darüber gibt, wie ein Unternehmen finanziell performt. In der Praxis ist die richtige Berechnung des Umsatzes entscheidend, leiten sich vom Umsatz doch zahlreiche wichtige Werte, die für die erfolgreiche Unternehmensführung erforderlich sind, ab. Doch was genau ist eigentlich die Definition von Umsatz und wie kann man den Umsatz berechnen?

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Was bedeutet Umsatz?

Der Begriff Umsatz meint die Gesamteinnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Dienstleistungen oder dem Verkauf, der Vermietung oder Verpachtung von Waren erwirtschaftet, bevor Steuern, Kosten und andere Ausgaben abgezogen werden. Der Umsatz bildet somit die Grundlage für das Veranschaulichen der finanziellen Performance eines Unternehmens, ist die Basis zur Ermittlung der Umsatzsteuer und muss in der Erfolgsrechnung ausgewiesen werden.

Wie wird der Umsatz berechnet?

Der Umsatz wird berechnet, indem man die Menge der verkauften Einheiten mit dem Verkaufspreis pro Einheit multipliziert. Die Formel dafür lautet: Umsatz = Absatzmenge x Verkaufspreis. Wenn Sie also zum Beispiel 100 Produkte zu einem Preis von jeweils CHF 10 verkaufen, beträgt Ihr Umsatz: 100 x 10 = CHF 1’000.

Diese Formel können Sie nicht nur nutzen, wenn Sie den gesamten Umsatz während einer bestimmten Zeitspanne berechnen möchten, sondern auch, um den Umsatz einzelner Produkte auszurechnen.

Haben nicht alle verkauften Waren oder Dienstleistungen den gleichen Preis, können Sie die folgende Formel verwenden, um den Umsatz zu berechnen:
Umsatz = (Absatzmenge A x Preis A) + (Absatzmenge B x Preis B) + …
Haben Sie im Monat November beispielsweise 120 Stifte à CHF 1 und 45 Bücher à CHF 12 verkauft, ergibt sich ein Umsatz von (120 x CHF 1) + (45 x CHF 12) = CHF 660.

Was zählt zum Umsatz?

Zum Umsatz eines Unternehmens zählen die folgenden Posten:

  • Erlöse aus dem Verkauf von erbrachten Leistungen
  • Erlöse aus dem Verkauf, der Verpachtung oder Vermietung von Waren

Wichtig ist, Erlösschmälerungen davon abzuziehen. Dazu zählen Steuern, die direkt mit dem Umsatz verbunden sind, sowie Rabatte und Skonti, die Kunden gewährt wurden.

Nehmen wir als Beispiel an, dass ein Unternehmen im Oktober Waren im Wert von CHF 50’000 verkauft hat. Allerdings vermarktete das Unternehmen seine Produkte mit verschiedenen Rabattaktionen, wodurch Kunden insgesamt CHF 5’000 gespart haben. Hinzu kommen Skonti in Höhe von CHF 2’000, die für die schnelle Bezahlung der Rechnung gewährt wurden. Der Umsatz betrug im Oktober also CHF 50’000 - CHF 5’000 - CHF 2’000 = CHF 43’000.

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Abb.: Erlöse aus dem Verkauf von Waren gehören zum Umsatz.

Was ist der Unterschied zwischen Umsatz, Gewinn, Ertrag und Erlös?

Für das volle Verständnis der Umsatz-Definition ist es notwendig, dass wir uns weitere betriebswirtschaftliche Begriffe genauer ansehen. Denn Umsatz, Gewinn, Ertrag und Erlös hängen eng miteinander zusammen.

Umsatz

Beim Umsatz handelt es sich um den Gesamtbetrag, der von einem Unternehmen durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen generiert wird, bevor Kosten, Ausgaben oder Steuern abgezogen werden. Der Begriff steht also für die Einnahmen, die beim eigentlichen Geschäftsbetrieb erzielt werden.

Der wertmässige Umsatz (Erlös) ergibt sich aus der folgenden Berechnung: Umsatz = Absatzmenge x Verkaufspreis, während der mengenmässige Umsatz wie folgt berechnet wird: Umsatz = Absatzmenge.

Ertrag

Der Ertrag erfasst, anders als der Umsatz, sämtliche Einnahmen eines Unternehmens – also nicht nur die, die aus dem Hauptgeschäft resultieren. Beispiele für zusätzliche Einnahmequellen, die bei der Berechnung des Ertrags berücksichtigt werden, sind Zinseinnahmen, Trinkgelder, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie Dividenden.

Der Ertrag spiegelt also die Gesamteinnahmen eines Unternehmens wider, unabhängig von der Quelle. Diese Einnahmen werden dann wieder eingesetzt – beispielsweise für den Kauf von Waren oder Maschinen, dem Bezahlen von Mietkosten, Versicherungen und Energiekosten sowie dem Lohn der Mitarbeiter. Was nach diesen Abzügen noch vom Ertrag übrig bleibt, ist der Gewinn.

Gewinn

Der Gewinn ist der Betrag, der nach Abzug aller Kosten, Ausgaben und Steuern übrig bleibt. Diese Kennzahl gibt den finanziellen Überschuss eines Unternehmens an und zeigt dessen Rentabilität.

Gewinn = Ertrag - Aufwendungen

Durch das Betrachten des Gewinns kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie erfolgreich ein Unternehmen in Bezug auf Kostenmanagement und Rentabilität agiert. Von einem negativen Gewinn spricht man, wenn das Unternehmen Verluste eingefahren hat.

Erlös

Der Begriff Erlös wird als Synonym für Umsatz verwendet, da er sich, genauso wie der Umsatz, auf die Einnahmen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erzielt werden, bezieht. Auch beim Erlös handelt es sich um den Bruttobetrag vor Abzug von Kosten.

Verkauft beispielsweise ein Blumenladen 100 Blumen im Wert von je einem Franken, dann ist ein Erlös von CHF 100 entstanden.

Bruttoumsatz vs. Nettoumsatz

Für das bessere Verständnis des Begriffs Umsatz ist es zudem wichtig, zwischen Bruttoumsatz und Nettoumsatz zu unterscheiden.

Bruttoumsatz

Nettoumsatz

Enthält Umsatzsteuer

Enthält keine Umsatzsteuer

Bruttoumsatz = Absatzmenge x Verkaufspreis

Nettoumsatz = Absatzmenge x Nettoverkaufspreis pro Stück
bzw.
Nettoumsatz = Absatzmenge x Verkaufspreis - 8.1%

Das Unternehmen Sonnenfeld verkaufte im Jahr 2022 Waren zum Verkaufspreis von insgesamt CHF 24’387. Bei diesem Wert wurden Rabatte, die den Kunden gewährt wurden, bereits abgezogen, doch die erhobene Umsatzsteuer ist noch enthalten.

Allerdings handelt es sich bei den CHF 24’387 nicht um den Betrag, den das Unternehmen behalten kann. Schliesslich müssen 8.1% Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Der Nettoumsatz beträgt daher CHF 24’387 - CHF 1’975.35 = CHF 22’411.65.

Mit dem Bruttoumsatz erhält man einen guten Überblick über die Grössenordnung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Nachteil davon ist allerdings, dass der Bruttoumsatz gerade bei Umsätzen im Ausland kompliziert zu berechnen ist, da teils verschiedene Steuersätze gelten.

Anders als der Bruttoumsatz zeigt der Nettoumsatz die tatsächlichen Einnahmen, die ein Unternehmen zur Verfügung hat, um die Betriebskosten zu decken und Gewinne zu erzielen.

Weil beim Nettoumsatz die Umsatzsteuer, die an die eidgenössische Steuerverwaltung weitergeleitet werden muss, berücksichtigt wird, stellt er somit die tatsächlichen Erlöse eines Unternehmens dar. Darum bietet der Nettoumsatz eine bessere Darstellung der finanziellen Leistung eines Unternehmens als der Bruttoumsatz.

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Häufig gestellte Fragen zum Umsatz

Ist der Umsatz mit den Einnahmen gleichzusetzen?

Zwar werden Umsatz und Einnahmen häufig als Synonyme verwendet, allerdings sind diese beiden Begriffe genau genommen nicht gleichzusetzen. Denn zwar ist der Umsatz Teil der Einnahmen eines Unternehmens, zu den Einnahmen werden aber noch mehr Beträge gerechnet. Beispiele für Einnahmen eines Unternehmens, die nicht zum Umsatz zählen, sind Mieterträge, Zinserträge und Entschädigungszahlungen von Versicherungen.

Was zählt nicht zum Umsatz?

Nur die Einnahmen, die aus den eigentlichen Leistungen eines Unternehmens stammen, die also aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen entstanden sind, zählen zum Umsatz. Posten wie die eingenommene Umsatzsteuer, Zinserträge, Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen wie Immobilien oder Maschinen, Einnahmen aus Vermietung von nicht genutzten Gebäudeteilen oder von Wertpapierverkäufen und Versicherungsprämien werden nicht zu den Umsatzerlösen gezählt.

Warum ist es wichtig, den Umsatz zu berechnen?

Die Berechnung des Umsatzes ist für die erfolgreiche Unternehmensführung unbedingt erforderlich. Denn viele wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen lassen sich nur auf Basis des Umsatzes berechnen. Hinzu kommt, dass die Summe, die sich aus der Berechnung des Umsatzes ergibt, einen direkten Einfluss auf die Liquidität des Unternehmens hat und darum für die strategische Planung und operative Steuerung benötigt wird.

Ausserdem ist die Höhe des Umsatzes ein wichtiges Kriterium, wenn es zu bestimmen gilt, ob ein Unternehmen börsenreif ist. Wenn ein Unternehmen verkauft werden soll, hilft der Umsatz dabei, den Wert des Unternehmens zu ermitteln.

Was ist der Break-Even-Point?

Der Break-Even-Point ist der Moment, in dem ein Unternehmen genug Umsatz erzielt hat, um damit sämtliche Kosten abdecken zu können. In diesem Moment liegt der Gewinn genau bei CHF 0 und ist nicht mehr negativ. Je nachdem, wann dieser Break-Even-Point erreicht wird, kann man daraus Schlüsse ziehen, ob Produkte, Geschäftsideen und Investitionen wirtschaftlich und das Marketing erfolgreich sind.

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