Lohn berechnen in der Schweiz

Wie berechne ich den Nettolohn aus dem Bruttolohn? Welche Abzüge gehen vom Bruttolohn weg? Wie ermittelt man den Stundenlohn aus dem Monatslohn? Wir erklären und geben veranschaulichende Beispiele.

Nettolohn berechnen

Eigentlich ist es ganz einfach:

Bruttolohn - Abzüge = Nettolohn

Den Nettolohn zahlen Sie als Arbeitgeber an den Arbeitnehmer aus. Berechnet wird dieser, indem Sie Lohnabzüge, wie die Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO), Arbeitslosenversicherung (ALV), Nichtberufsunfallversicherung (NBU) und Berufliche Vorsorge (BVG), vom Bruttolohn abziehen.

Lohnberechnung im Detail

In der folgenden Tabelle finden Sie die Lohnberechnung im Detail, inklusive aller notwendigen Informationen, die Sie für die Ermittlung des monatlichen Nettolohns benötigen:

Bruttolohn: Monatslohn + Zulagen

Monatslohn
+Zulagen, z. B. Bonus, 13. Monatslohn, Überstunden, Kinder- oder Ausbildungszulagen usw.
=Bruttolohn

Abzüge

- AHV/IV/EO: 5.125% vom Bruttolohn
-ALV 1 (bis CHF 148’200 pro Jahr*): 1.1% vom Bruttolohn
-ALV 2 (über CHF 148’200 pro Jahr*): 0.5 % vom Bruttolohn
-NBU (variabel nach Arbeitgeber und Verdienst): zwischen 1 und 3% vom Bruttolohn
-BVG (je nach Alter, unter bestimmten Bedingungen nicht obligatorisch**): zwischen 7 und 18% vom Bruttolohn
-KTG (nicht obligatorisch, nach Arbeitsvertrag): zwischen 0.5 und 4%
-Quellensteuer (nur für ausländische Arbeitnehmer - variabel nach Wohnsitz, Familienstand und Konfession)
=Abzüge gesamt

Nettolohn: Bruttolohn - Abzüge

Bruttolohn
-Abzüge
=Nettolohn

Fallen beispielsweise Zulagen oder Spesen an, so werden diese dem Nettolohn zugerechnet.

Beispiel einer Lohnberechnung

Herr Schmidt verdient einen Monatslohn von CHF 5’000. Herr Schmidt erhält diesen Monat zudem einen Bonus von CHF 2’000. Der Nettolohn berechnet sich wie folgt:

Monatslohn: CHF 5’000
+ Bonus: CHF 2’000

= Bruttolohn von CHF 7’000


- AHV/IV/EO (5.125%): CHF 358.75
- ALV 1 (1.1%): CHF 77.00
- NBU (zwischen 1 und 3%, z. B. 1.43%): CHF 100.10
- BVG (nach Alter, z. B. 10%): CHF 700.00

= CHF 5’764.15

Es fallen keine Spesen oder sonstige Zulagen an. Herr Schmidt bekommt somit einen Nettolohn von CHF 5’764.15 ausbezahlt.

Tipp: Arbeitnehmer, die sich keine Gedanken um die korrekte Berechnung der Löhne machen möchten, setzen besser auf eine Lohnsoftware. Diese nimmt einen Grossteil der Berechnungsarbeit ab. Eine Software wie bexio, beispielsweise, ermöglicht es sogar alle Lohnabrechnungen Ihrer Mitarbeiter per Klick automatisch zu generieren.

Bruttolohn berechnen

In manchen Fällen ist es gerade umgekehrt: Wenn Sie sich mit dem Arbeitnehmer auf einen Nettolohn geeinigt haben (sog. Nettolohnvereinbarung) und somit sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil der AHV/IV/EO/ALV-Beiträge übernehmen, dann müssen Sie den Bruttolohn aus dem Nettolohn ermitteln.

Eine Tabelle sowie Berechnungsbeispiele für die Berechnung des Bruttolohns aus dem Nettolohn finden Sie in diesem PDF der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Einen entsprechenden Online-Rechner finden Sie hier.

Stundenlohn berechnen

Hin und wieder müssen Sie als Arbeitgeber den Stundenlohn aus dem Monatslohn berechnen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Überstunden oder Mehrstunden auszahlen müssen.

Stundenlohn aus dem Monatslohn berechnen

So berechnen Sie den Stundenlohn aus dem Monatslohn:

Stundenlohn = (Monatslohn x Anzahl Monate) / (Wöchentliche Arbeitsstunden x 52)

Beispiel:

Monatslohn von CHF 6’000 und wöchentlich 42 Arbeitsstunden: (CHF 6’000 x 12) / (42 Stunden x 52) = CHF 72’000 / 2’184 Stunden = CHF 32.97 / Stunde

Überstunden berechnen

Um die Höhe von Überstunden zu berechnen, müssen Sie dem im vorherigen Abschnitt berechneten Stundenlohn einen Zuschlag von 25% hinzufügen:

Stundenlohn x 125% = Lohn pro Überstunde

Beispiel:

Stundenlohn von CHF 32.97: CHF 32.97 x 125% = CHF 42.21

Lohn automatisch ausrechnen

Online gibt es verschiedenen Brutto-Netto-Lohn-Rechner, mithilfe derer Sie den ungefähren Nettolohn für Ihre Arbeitnehmer berechnen können, wie z. B. diesen hier.

Noch einfacher geht’s mit der richtigen Lohnbuchhaltungssoftware: In bexio, beispielsweise, lassen sich die Stammdaten Ihrer Mitarbeiter ganz einfach eintragen und anpassen, ebenso wie die verschiedenen Lohnarten (z. B. Stundenlohn oder Monatslohn). Der Lohn wird auf Basis der eingetragenen Daten berechnet.

Sind die Lohnabrechnungen fällig, so können diese für alle Mitarbeiter bequem per Klick generiert werden. Verknüpfen Sie Ihr E-Banking mit bexio, so kann anschliessend sogar die Auszahlung des Lohnes direkt aus der Software veranlasst werden. Das spart ordentlich Zeit.

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