Wer selbstständig ist oder ein kleines Unternehmen führt, kennt das: Umsatz gibt es meistens nur dann, wenn du selbst aktiv anpackst, Kundinnen und Kunden berätst oder Aufträge abarbeitest. Das Problem dabei ist, dass deine Zeit am Tag begrenzt ist. Wenn du mal eine Pause brauchst, krank bist oder Ferien machst, steht oft auch die Kasse still. Passives Einkommen in der Schweiz aufzubauen, ist eine hervorragende Möglichkeit, um diesen Kreislauf zu durchbrechen. Es bedeutet nicht, dass du über Nacht reich wirst, ohne etwas zu tun. Es bedeutet vielmehr, dass du dir Systeme aufbaust, die später im Hintergrund fast von alleine laufen. In diesem Leitfaden zeigen wir dir verständlich, wie du passiv Geld verdienen kannst, welche passiven Einkommensquellen wirklich funktionieren und mit welchen Ideen für passives Einkommen du am besten startest.
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Table des matiéres
Was bedeutet passives Einkommen?
Passives Einkommen bezeichnet regelmässige finanzielle Einnahmen, die ohne fortlaufenden, direkten Tausch von Zeit gegen Arbeitslohn erzielt werden. Nach einer einmaligen, intensiven Vorleistung – wie der Investition von Kapital oder dem Aufbau eines digitalen Projekts – fliesst das Geld weitgehend automatisiert und unabhängig von der täglichen Arbeitsleistung.
Warum sich der Aufwand lohnt: Was zeichnet passives Einkommen aus?
Der grösste Vorteil von passivem Einkommen ist die Skalierbarkeit. Wenn du eine Dienstleistung anbietest, verkaufst du deine Zeit immer eins zu eins. Wenn du aber ein System schaffst, das sich ohne dein ständiges Zutun von selbst multipliziert, hast du den Hebel umgelegt.
Einmal eingerichtet, läuft der Verkauf und die Auslieferung weitestgehend automatisch ab. Ob dein Produkt am Ende zehnmal oder tausendmal gekauft wird, macht für deinen täglichen Terminkalender keinen Unterschied mehr.
Es gibt viele alltagsnahe Beispiele für passives Einkommen:
Ein digitaler Leitfaden, den Menschen auf deiner Website herunterladen können.
Ein einmal aufgenommenes Erklärvideo, das als Kurs verkauft wird.
Regelmässige Gutschriften auf deinem Konto, weil du Firmenanteile besitzt.
Die Startbedingungen: Benötige ich Startkapital für passives Einkommen?
Passives Einkommen ohne Startkapital zu generieren, ist absolut möglich, erfordert jedoch eine hohe Investition an Zeit und Kreativität in der Anfangsphase. Der Schlüssel liegt darin, intellektuelles Eigentum oder digitale Werte einmalig zu erschaffen und anschliessend wiederholt daran zu verdienen.
Wenn du bereits etwas Geld auf der hohen Kante hast, zum Beispiel durch die ersten Gewinne deiner Firma, ist der Start natürlich einfacher. Mit Startkapital kannst du die zeitintensive Phase abkürzen. Du investierst dann direkt in Wertpapiere oder Immobilien und lässt dein Geld ab dem ersten Tag für dich arbeiten.
Abb.: Passives Einkommen wächst auch ohne grosses Startkapital.
10 einfache Ideen für passive Einnahmen in der Schweiz
Wir haben einige Möglichkeiten herausgesucht, die du auch ohne grosses Vorwissen und ohne komplizierte Strukturen umsetzen kannst.
1. Digitale Produkte und Vorlagen
Du bist Profi in deinem Handwerk oder deinem Beruf? Dann nutze dieses Wissen. Schreibe einen kurzen Ratgeber als E-Book, erstelle nützliche Excel-Tabellen für deine Branche oder entwirf Design-Vorlagen. Solche Dokumente eignen sich perfekt, um passives Einkommen online aufzubauen. Du erstellst sie ein einziges Mal, und danach entstehen beim Verkauf per Download weder Druck- noch Versandkosten. Deine einzige Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Menschen im Internet von deinem Angebot erfahren.
Aufwand: Am Anfang hoch (beim Erstellen)
Startkapital: CHF 0.00
Vorteil: Keine Lagerkosten, unendlich oft verkaufbar
Nachteil: Du musst dein Produkt online bewerben
Passives Einkommen mit KI
Künstliche Intelligenz (KI) nimmt dir beim Erstellen digitaler Produkte viel Arbeit ab. Du kannst Tools wie ChatGPT nutzen, um eine Struktur für dein E-Book zu entwerfen, Texte flüssiger zu schreiben oder Ideen für Vorlagen zu sammeln. KI ist wie ein digitaler Assistent, der dir die Schreibarbeit erleichtert, damit dein Projekt viel schneller fertig wird.
Rechtlicher Check: Das musst du bei KI-Inhalten beachten
Wenn du KI für deine Produkte nutzt, solltest du die rechtlichen Spielregeln kennen, um später böse Überraschungen zu vermeiden:
Kein automatischer Urheberrechtsschutz: Rein KI-generierte Texte oder Bilder sind rechtlich meist nicht geschützt. Das bedeutet: Konkurrenten könnten deine Inhalte theoretisch kopieren, ohne dass du dich einfach dagegen wehren kannst.
Ideen sind frei, Texte nicht immer: Die reine Ideenfindung per KI ist völlig unbedenklich. Sobald die KI aber konkrete Texte generiert, besteht das Risiko, dass sie geschützte Werke Dritter kopiert hat.
Deine Verantwortung und Haftung: Veröffentlichst oder verkaufst du KI-Inhalte unter deinem Namen, haftest du persönlich für allfällige Urheberrechtsverletzungen oder inhaltliche Fehler.
Die beste Lösung: Nutze KI als Ideengeber und Sparringspartner, aber bringe immer deine eigene Expertise, deine Sprache und deinen persönlichen Feinschliff ein. So schaffst du ein einzigartiges, geschütztes Produkt und minimierst dein Risiko.
2. Eigene Online-Kurse
Wenn dir Kundinnen und Kunden im Alltag immer wieder dieselben Fragen stellen, kannst du die Antworten in kurzen Videos erklären. Diesen Videokurs lädst du auf einer Plattform hoch. Die Plattform übernimmt die Bezahlung und verschickt die Zugangsdaten automatisch – auch mitten in der Nacht, während du schläfst.
Aufwand: Hoch beim Aufnehmen der Videos
Startkapital: Sehr gering (ein Smartphone reicht für den Start)
Vorteil: Du kannst einen höheren Preis verlangen als für ein einfaches Dokument
Nachteil: Wenn sich Gesetze oder Techniken ändern, musst du die Videos aktualisieren
3. Affiliate Marketing (Empfehlungen)
Bestimmt nutzt du in deinem Arbeitsalltag Werkzeuge, Geräte oder Software-Lösungen, die du super findest. Beim Affiliate Marketing empfiehlst du diese Dinge einfach weiter. Wenn du einen Link zu dem Produkt auf deiner Website teilst und jemand darüber einkauft, bekommst du vom Hersteller eine kleine Belohnung in Form einer Provision.
Aufwand: Gering bis medium (du schreibst z. B. einen kurzen Erfahrungsbericht)
Startkapital: Keines
Vorteil: Du musst kein eigenes Produkt erfinden und machst keinen Kundensupport
Das ist der klassische Weg, um Geld für sich arbeiten zu lassen. Wenn du einen Teil deines Verdienstes in sogenannte ETFs (das sind Körbe mit vielen verschiedenen Aktien) investierst, profitierst du vom Erfolg der Wirtschaft. Viele bekannte Schweizer Firmen zahlen zudem einmal im Jahr eine Belohnung an ihre Eigentümer aus – die sogenannte Dividende.
Aufwand: Extrem gering (einmal einrichten, danach läuft es von alleine)
Startkapital: Erforderlich (Sparpläne beim Online-Broker gibt es aber schon ab CHF 50.00 pro Monat)
Vorteil: Du musst dich um nichts kümmern
Nachteil: Die Kurse an der Börse können schwanken
5. Print-on-Demand (Kleidung und Geschenke)
Du hast eine lustige Idee für ein T-Shirt, einen Pulli oder eine Kaffeetasse? Du lädst dein Design auf einer speziellen Plattform hoch. Erst wenn eine Kundin oder ein Kunde das Produkt bestellt, wird es bedruckt und verschickt. Du musst keine T-Shirts im Voraus kaufen und hast kein Risiko, auf der Ware sitzenzubleiben.
Aufwand: Medium (Design erstellen)
Startkapital: Keines
Vorteil: Du hast nichts mit Verpackung oder Versand zu tun
Nachteil: Du verdienst pro verkauftem Teil nur einen kleineren Betrag
6. Vermietung von Ausrüstung oder Räumen
Manchmal stehen teure Dinge im Betrieb einfach nur herum. Das kann die professionelle Kamera sein, der Autoanhänger oder die Werkstatt am Wochenende. Über Vermietungs-Plattformen im Internet kannst du diese Gegenstände tageweise an andere Personen ausleihen und so ungenutzte Ressourcen in Bargeld verwandeln.
Aufwand: Gering
Startkapital: Keines (die Sachen gehören dir ja schon)
Vorteil: Sofortige zusätzliche Einnahmen
Nachteil: Du musst die Übergabe koordinieren und das Material nutzt sich ab
7. Fotos und Videos online verkaufen
Du fotografierst oder filmst gerne in deiner Freizeit? Zeitungen, Blogs und Firmen auf der ganzen Welt suchen jeden Tag nach passenden Bildern für ihre Websites. Wenn du deine Aufnahmen auf Bilddatenbanken hochlädst, verdienst du jedes Mal Geld, wenn jemand dein Foto herunterlädt.
Aufwand: Medium
Startkapital: Eine gute Kameraausrüstung sollte vorhanden sein
Vorteil: Ein tolles Bild kann sich theoretisch unendlich oft verkaufen
Nachteil: Es braucht sehr viele Bilder, bis sich spürbare Beträge ansammeln
Abb.: Mach deine Leidenschaft zu barem Geld.
8. Kleine Software-Helfer oder Vorlagen-Plugins
Wenn du technisch fit bist und ein kleines Programm oder eine digitale Erweiterung geschrieben hast, die ein Alltagsproblem löst, kannst du daraus ein Mini-Abo machen. Nutzerinnen und Nutzer zahlen dann einen kleinen monatlichen Betrag, um deinen digitalen Helfer im Internet zu nutzen.
Nachteil: Du musst Fehler im Programm korrigieren, wenn etwas nicht funktioniert
9. Immobilien-Miteigentum (Crowdinvesting)
Ein ganzes Haus in der Schweiz zu kaufen, ist für die meisten unbezahlbar. Beim Immobilien-Crowdinvesting schliesst du dich mit anderen Menschen zusammen. Ihr kauft gemeinsam eine Liegenschaft (schon ab kleineren Beträgen wie CHF 10’000.00) und du bekommst regelmässig deinen Anteil an den Mieteinnahmen überwiesen.
Aufwand: Gering
Startkapital: Höher als bei digitalen Produkten
Vorteil: Du profitierst vom stabilen Schweizer Immobilienmarkt
Nachteil: Du kommst nicht sofort wieder an dein Geld heran, da es im Haus gebunden ist
10. Lizenzierung von kreativen Arbeiten
Das gilt nicht nur für Erfindungen, sondern auch für Musik. Wenn du im Studio Melodien, Beats oder Soundeffekte für Videos produzierst, kannst du die Nutzungsrechte an Videoschaffende auf der ganzen Welt lizenzieren. Jedes Mal, wenn deine Musik im Hintergrund eines YouTube-Videos läuft, verdienst du mit.
Aufwand: Hoch bei der Erstellung im Studio
Startkapital: Musik-Software und Instrumente
Vorteil: Weltweite Kundschaft im Internet
Nachteil: Die Konkurrenz unter Musikschaffenden ist gross
Was der Schweizer Fiskus von deinem passiven Einkommen wissen will
Machen wir einen kurzen Realitätscheck: Auch wenn das Geld passiv auf dein Konto fliesst – die Steuerpflicht gilt in der Schweiz für jeden verdienten Franken. Wer erfolgreich ein passives Einkommen generieren möchte, muss die Spielregeln einhalten.
Alles muss in die Steuererklärung
Egal ob die Einnahmen aus E-Book-Verkäufen über PayPal kommen oder die Dividenden auf dein Bankkonto überwiesen werden: Du musst sämtliche Nebeneinkünfte und Erträge aus deinem Vermögen lückenlos in der jährlichen Steuererklärung eintragen.
Ab wann zählt es als selbstständige Arbeit?
Wenn du regelmässig und mit der Absicht, Gewinn zu machen im Internet aktiv bist, stuft dich die Ausgleichskasse (SVA) schnell als selbstständig im Nebenerwerb ein. Ab einem Jahresumsatz von CHF 2’500.00 musst du darauf auch AHV-Beiträge bezahlen. Und wenn deine Projekte richtig erfolgreich werden und die Grenze von CHF 100’000.00 Umsatz im Jahr knacken, kommt auch noch die Mehrwertsteuer (MWST) dazu.
Behalte die Übersicht mit bexio
Damit die Buchhaltung für deine verschiedenen Projekte nicht genau die Zeit auffrisst, die du eigentlich gewinnen wolltest, lohnt sich von Anfang an eine einfache Struktur. Mit der Cloud-Buchhaltungssoftware von bexio hast du all deine Ein- und Ausgaben im Blick und verknüpfst dein Bankkonto direkt mit dem System. Damit dein bexio perfekt zu deinen Bedürfnissen passt, findest du im bexio Marketplace zahlreiche Apps mit branchenspezifischen Erweiterungen.
Fazit: Schritt für Schritt starten
Zusätzliches Einkommen entsteht nicht von heute auf morgen. Es ist das Ergebnis einer klugen Vorleistung. Wenn du bereit bist, am Anfang etwas Zeit in dein Projekt zu stecken, schaffst du dir langfristig finanzielle Freiräume. Such dir eine Idee aus, die am besten zu deinem Wissen passt, und fang einfach an.
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