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Marketing Management

Nachhaltigkeit im Büro: Tipps, Tricks und Ideen

Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde und längst viel mehr als nur ein Trend. Sei es beim privaten Einkauf, bei der Abwägung zwischen Bahn und Auto oder ganz einfach bei der Wahl des Kaffees im Supermarkt. Doch auch im Büro wird Nachhaltigkeit immer wichtiger – und das zurecht. Wie du mehr Nachhaltigkeit in deinem Unternehmen leben kannst? Wir geben dir Input. Inkl. praktischer Checkliste.

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Büro?

ℹ️ Immer mehr Unternehmen achten verstärkt auf die Nachhaltigkeit ihrer Büros und Werkstätten. In Zeiten von Klima- und Bevölkerungswandel und stets knapper werdenden Ressourcen wie beispielsweise Rohöl, Sand oder Lithium gewinnt das Thema Nachhaltigkeit auch in KMUs an Bedeutung. Mit einem Green Office kannst du nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch deinem Business helfen, Kosten zu sparen.

Unsere Gesellschaft strebt ständig nach mehr Umweltbewusstsein: Daher kannst du mit dem Green Office zusätzlich zur verbesserten Nachhaltigkeit das Image deines Unternehmens aufwerten. Aber vielleicht ist es dir auch persönlich wichtig, etwas dafür zu tun, dass keine Ressourcen verschwendet werden und du mit deinem Unternehmen irgendwann einen grünen Fingerabdruck hinterlässt.

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Abb.: Nachhaltigkeit ist auch im Büro angekommen.

15 (+5) Ideen, wie du im Büro nachhaltig sein kannst

Digitalisierung

Durch die Digitalisierung werden viele Prozesse zwangsläufig nachhaltiger: Weniger physische Ordner, weniger Papierdruck sowie kürzere Arbeits- und Laufwege haben einen direkten Einfluss auf die Umwelt.

Grünflächen anlegen

Es müssen nicht gleich ganze Dächer begrünt werden. Für das Raumklima in deinem Büro kannst du beispielsweise eine Fläche reservieren und auf dieser eine grüne Oase errichten. Beachte hierbei, dass die Gewächse genügend Licht und Wasser erhalten, um eine optimale Photosynthese zu erreichen.

Die Photosynthese ist eine Grundlage für unsere Existenz.

Hier findest du eine gelungene Erklärung.

Papier sparen

Versuche, so wenig Papier wie möglich zu (ver)brauchen. Verzichte auf den Ausdruck von E-Mails, Rechnungen oder Sitzungsprotokollen. Eine weitere Möglichkeit, Papier zu sparen, wäre das Nutzen von alten Briefumschlägen anstatt neuen Notizblöcken

Versuche ebenfalls, dein Archiv zu digitalisieren: Dies hat zudem den Vorteil, dass du die benötigten Unterlagen schneller findest, bearbeitest und teilen kannst.

Tipp: Hast du schon darüber nachgedacht, dein Papier zu wechseln? Nachhaltiges Papier gibt es mittlerweile in einer unglaublichen Fülle.

Nachhaltiges Reinigungsmittel

Beinahe jedes Reinigungsmittel besitzt auch eine nachhaltige Alternative. Wenn du ganz auf Reinigungsmittel verzichten möchtest, reichen meist auch schon Zitronensäure, Essig oder Natron aus, um hartnäckige Flecken zu beseitigen.

Grünes Mobiliar

Bei der Wahl von Büromobiliar, beispielsweise bei einem Umzug oder einer Neueinrichtung, kannst du ebenfalls auf Nachhaltigkeit setzen. Papp- oder Palettenmöbel sind nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch enorm ökologisch.

Tipp:
Wenn du vorhast, deine jetzigen Büromöbel zu ersetzen, kannst du diese auch spenden anstatt klassisch zu entsorgen.

Secondhand einkaufen

Secondhand ist besser als ihr Ruf: Schau dich in lokalen Secondhandläden um und rette Möbel.

Dies ist mittlerweile auch online sehr einfach zu verwirklichen. Plattformen wie tutti.ch oder TRADINGZONE bieten Secondhand-Mobiliar mit nur wenigen Klicks zum Kauf an.

Tipp:
Schau dir die gebrauchten Möbel bei einem Besuch im Secondhandladen genau an: Öffne Schubladen und Türen und verschaffe dir einen Überblick über die Verarbeitung. Hier findest du einige Tipps.

Licht sparen – mit einer hellen Einrichtung

Die Natur macht's möglich: Wenn du dein Büro mit einer hellen Einrichtung sowie einem hellen Grundton einrichtest, kann das Licht besser reflektieren und somit mehr Lichtstrahlen in den Räumlichkeiten verteilen. So sparst du gleichzeitig ganz einfach Strom und damit Geld.

Tipp:
Diesen Effekt nennt man Albedo. Hier kannst du dies genauer nachlesen

Ein Beleuchtungskonzept erstellen

Doch auch die Beleuchtung an sich lässt sich nachhaltig gestalten. Hier ist es sinnvoll, sofern du nicht selbst in der Beleuchtungsbranche arbeitest, Experten hinzuzuziehen. Bereiche, die weniger Licht benötigen (siehe Albedo), können auch weniger bestrahlt werden. So kannst du Helligkeit und damit und damit Strom sparen.

Ausserdem kannst du in weniger belaufenen Orten, wie der Küche oder dem Bad, auch Bewegungsmelder installieren. Diese werden nur bei einer detektierten Bewegung eingeschaltet und sparen somit Strom ganz automatisch ein.

Moderne IT-Infrastruktur

In der IT ist die Nachhaltigkeit schon in der Hardware angekommen. Viele Geräte wie Router und Switches haben die Möglichkeit, sich in einen nachhaltigen Ruhezustand zu versetzen, sobald sie gerade nicht gebraucht werden.

Standby vermeiden

Apropos Ruhezustand: Sollten du und deine Mitarbeitenden PCs in den Standby- oder den Ruhezustand versetzen? Die Antwort: In den Ruhezustand. Der Grund ist, dass im Ruhezustand der Inhalt des Arbeitsspeichers gespeichert wird und der PC herunterfährt – im Gegensatz zum Standby-Modus.

Achtung: Bei einem Stromausfall sind alle Daten auf dem Arbeitsspeicher verloren, sollten sich die Computer im Standby-Modus befinden.

Wie viel Strom du wirklich sparen kannst, siehst du hier:

Nutzungsdauer

Verbrauch

Standby

Verbrauch + Standby

Ruhezustand

1 Std.

0,03 kWH

0,001 kWh

0,04 kWh

0 kWh

2 Std.

0,06 kWH

0,002 kWh

0,08 kWh

0 kWh

3 Std.

0,09 kWH

0,002 kWh

0,12 kWh

0 kWh

4 Std.

0,12 kWH

0,003 kWh

0,16 kWh

0 kWh

5 Std.

0,15 kWH

0,003 kWh

0,20 kWh

0 kWh

6 Std.

0,18 kWH

0,003 kWh

0,23 kWh

0 kWh

7 Std.

0,21 kWH

0,004 kWh

0,27 kWh

0 kWh

8 Std.

0,24 kWH

0,004 kWh

0,30 kWh

0 kWh

9 Std.

0,27 kWH

0,005 kWh

0,34 kWh

0 kWh

10 Std.

0,30 kWH

0,005 kWh

0,37 kWh

0 kWh


Reparieren statt neu kaufen

Nicht nur die Elektronik selbst, sondern auch deren Handhabung kann nachhaltig verlaufen.

Versuche, kaputte Elektronik zu reparieren (oder reparieren zu lassen), anstatt direkt neu zu kaufen. Falls du jedoch dringend eine aktualisierte Elektronik brauchst, kannst du die alten Geräte auch spenden.

Mülltrennung

Die Überschrift sagt schon alles. PET, organische Abfälle, Papier oder regulärer Abfall: Sorge für eine einfache und selbsterklärende Mülltrennung für dich und deine Mitarbeiter. Meist musst du nur die geeigneten Behälter zur Verfügung stellen, damit der Recycling-Gedanke aufgeht.

Bad

Auch im Bad kannst du Nachhaltigkeit offerieren: Achte beispielsweise auf naturbelassene Seife. Warum? In vielen herkömmlichen Seifen finden sich Spuren von Mikroplastik, das auf vielerlei Art und Weise schädlich für Mensch und Umwelt sein kann.

Wasser

Um eine ordentliche Menge Plastik zu vermeiden, könntest du deinen Mitarbeitenden Wasser in Karaffen oder personalisierte Wasserflaschen anbieten. Ausserdem kannst du, je nach Wasserqualität, auch Leitungswasser anbieten. Auch gibt es bereits Filter, die direkt an den Wasserhahn angeschlossen werden können. Das Wasser kann ganz einfach, frisch gefiltert, gekühlt oder mit Kohlensäure versetzt aus der Küche in ein Glas oder eine Glasflasche gezapft werden

Kaffee

In vielen Büros werden Unmengen an Kaffee getrunken… jeden Tag. Hier kannst du versuchen, auf Kaffeekapseln zu verzichten und stattdessen Bohnenkaffee servieren. Dies hat nicht nur einen geschmacklichen, sondern auch einen nachhaltigen Beigeschmack.

Tipp:
Mit dem gesammelten Kaffeesatz kannst du für angenehme Gerüche sorgen: Da sich die Moleküle im Kaffeesatz mit denen der Luft in den Räumen verbindet, saugt er förmlich die unangenehmen Gerüche auf. Das Tolle? Du hast gleichzeitig noch einen super Dünger für deine Pflanzen.

Ein Rechenbeispiel: Eine Tasse Kaffee à 125 Milliliter beinhaltet circa 6-8 Gramm Kaffeepulver. Mit einem Kilopack Kaffeepulver kannst du somit etwa 140 Tassen Kaffee herstellen. Dies entspräche ungefähr 14 Kapsel-Packungen à 10 Kapseln.

5 Tipps & Tricks für die Werkstatt

Diese Tipps & Tricks lassen sich in beinahe jedem Unternehmen einbinden. Doch wie sieht es speziell in den Werkstätten aus? Wir haben für dich nochmals 5 Tipps, wie du deine Werkstatt nachhaltig gestalten kannst.

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Abb.: Nachhaltiges Arbeiten ist auch in der Werkstatt möglich.

Ältere Anlagen überprüfen

Ältere Anlagen sollten regelmässig überprüft und gewartet werden, denn sie verbrauchen zum Teil viel Energie, deren Verbrauch durch eine Neuanschaffung deutlich gesenkt werden könnte. Oft amortisieren sich neue Anlagen schon nach wenigen Jahren, weil wesentlich weniger Betriebskosten anfallen und Druckluftkompressoren, Ventilatoren oder Motoren, die im Dauereinsatz arbeiten, könnten nach einer Erneuerung den Energieverbrauch deutlich senken. Du profitierst dabei von weiteren Vorteilen: Ersatzteile von sehr alten Anlagen sind oft gar nicht mehr oder nur schwer und teuer zu bekommen. Mit den neuesten Anlagen fallen auch Reparaturen leichter.

Wärmeschutz

Beim Wärmeschutz können Werkstätten ebenfalls viel Geld sparen. Automatische Rolltore beispielsweise sorgen für eine deutliche Verbesserung: Weniger Zugluft entsteht und selbst grössere Betriebsräume kühlen in den kälterenen Monaten nicht aus.

Raumklima

Geräte, wie beispielsweise Wärmeinseln oder computergesteuerte Heizungsanlagen, die das Raumklima autark auf einem gleichen Niveau halten, amortisieren sich ebenfalls schon nach kurzer Zeit, da sie den Energieverbrauch senken. Als sinnvoll kann sich auch der Einsatz von Wärmetauschern herausstellen: Abwärme von Anlagen oder Serverräumen kann zur Erwärmung von Wasser oder zum Heizen der Räumlichkeiten genutzt werden.

Gefahrenstoffe

Chemikalien und andere, giftige Materialien sollten fachgerecht behandelt werden. Schule deine Mitarbeiter regelmässig, um eine effiziente und nachhaltige Handhabung zu gewährleisten.

Spaltanlagen

Um Wasser von Abfallprodukten zu trennen, beispielsweise bei Malerbetrieben oder Lackierereien, eignen sich Spaltanlagen. So können die Abfallprodukte umweltfreundlich bei den entsprechenden Abgabestellen entsorgen.

Solarthermie

Wenn du noch eine freie Dachfläche hast, würde es sich lohnen, diese mit Solarpanelen zu besetzen. In vielen Fällen wird diese Aufrüstung gar staatlich subventioniert. Du stellst damit nicht nur deine eigene Energie her, du verursachst gleichzeitig auch kaum CO2-Emissionen.

Tipp: Solardächer verursachen naturgegeben eine CO2-Emission: Diese ist aber im Vergleich zu herkömmlichen Energieproduktion sehr gering.

Fuhrpark

Ob E-Fahrzeuge, elektrische Gabelstapler oder batteriebetriebener Bagger: Die Auswahl an nachhaltigen Gerätschaften ist riesig. Die Leistung dieser Geräte steht den Benzin- oder Diesel betriebenen Modellen ebenfalls in nichts nahe. Ausserdem hast du bei den elektrisch betriebenen Geräten den Vorteil, dass sie das Raumklima nicht beeinflussen, ganz im Gegensatz zu den (meist) dieselbetriebenen Alternativen.

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bexio-Redaktion

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