Anlagevermögen einfach erklärt

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Anlagevermögen sind Vermögensgegenstände, die dem dauernden Gebrauch eines Unternehmens dienen. Sie sollen über einen längeren Zeitraum im Unternehmen verbleiben. Beispiele von Anlagevermögen sind Grundstücke, Maschinen, Lizenzen oder Wertpapiere. Wir erklären, was genau zum Anlagevermögen gehört, welche verschiedenen Arten von Anlagevermögen es gibt, geben konkrete Beispiele und mehr.

Was gehört zum Anlagevermögen?

Es wird zwischen drei verschiedenen Arten von Anlagevermögen unterschieden:

1. Sachanlagen

Sachanlagen sind materielle Güter, die langfristig in einem Unternehmen verbleiben sollen. Gemäss Art. 960d Abs. 1 und 2 OR sind unter einem langfristigen Zeitraum in diesem Zusammenhang zumindest 12 Monate definiert. Sachanlagen werden in der Produktion, zur Bereitstellung von Dienstleistungen oder Gütern sowie für Verwaltungszwecke eingesetzt.

Da die Wertminderung von Sachanlagen über den Nutzungszeitraum vorhersehbar ist, wird diese in der Buchhaltung in Form von planmässigen Abschreibungen festgehalten.

Beispiele für Sachanlagen: Maschinen und technische Anlagen, Büroeinrichtungen, KFZ, Gebäude und Grundstücke.

2. Immaterielle Anlagen

Immaterielle Anlagen sind Gegenstände, die ungreifbar sind. Hierzu gehören immaterielle Vermögenswerte wie beispielsweise Lizenzen, Patente, Marken oder Verlagsrechte.

Die Swiss GAAP FER 10 sieht vor, dass die Wertminderungen immaterieller Anlagen in der Buchhaltung mittels Abschreibungen festgehalten werden, die über die zukünftige Nutzungsdauer erfolgen sollen oder, falls diese nicht bestimmbar ist, über fünf bis maximal 20 Jahre.

Beispiele für immaterielle Anlagen: Patente, technisches Know-how, Lizenzen und Franchising, Rechte wie z. B. Verlags-, Vertrags- und -Nutzungsrechte, Marken, Software, Entwicklungskosten, Modelle, Muster, Pläne, Urheberrechte, Kundenstamm.

3. Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um monetäre Vermögensgegenstände, die langfristig im Unternehmen bleiben sollen, wie z. B. Wertpapiere oder Aktien. Finanzanlagen werden insbesondere genutzt, um Zinserträge oder Gewinnbeteiligungen zu erzielen.

Finanzanlagen, wie z. B. Aktien, unterliegen häufig grossen Wertschwankungen. Um diese Wertschwankungen in der Buchhaltung festzuhalten, werden Wertminderungen in Form von ausserplanmässige Abschreibungen festgehalten. Steigt der Wert einer Finanzanlage, so entstehen z. B. stille Reserven.

Beispiele von Finanzanlagen: Geld, das langfristig im Betrieb bleibt, Beteiligungen (z. B. durch Aktien), Anteile an Tochterunternehmungen, Darlehen z. B. an Tochterunternehmungen oder Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis, Wertpapiere (Aktien anderer Unternehmen).

Abnutzbares und nicht abnutzbares Anlagevermögen

Weiterhin wird bei den oben gelisteten Arten des Anlagevermögens zwischen abnutzbarem und nicht abnutzbarem Anlagevermögen unterschieden:

Abnutzbares Anlagevermögen

Hierbei handelt es sich z. B. um Maschinen, Fahrzeuge, PCs (Sachanlagen) oder sonstige für den Betriebsablauf nötige Ausstattung, die über die Zeit an Wert verliert. Diese Wertminderung wird in der Buchhaltung mit Hilfe von planmässigen Abschreibungen ausgeglichen.

Nicht abnutzbares Anlagevermögen

Hierbei handelt es sich um Anlagevermögen, das in der Regel über die Zeit nicht an Wert verliert. Hierzu gehören z. B. Grundstücke (eine Sachanlage) oder Wertpapiere (eine Finanzanlage). Da davon ausgegangen wird, dass keine Wertminderung stattfindet, ist eine planmässige Abschreibung für nicht abnutzbares Anlagevermögen nicht zulässig. Zugelassen sind ausserplanmässige Abschreibungen, z. B. im Fall von ausserplanmässigen Wertminderungen.

Anlagevermögen + Umlaufvermögen = Gesamtvermögen

Anlagevermögen in der Bilanz

Beim Anlagevermögen handelt sich um langfristige Vermögensgegenstände, die das Unternehmen benötigt, um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Das Anlagevermögen wird nicht weiter ver- oder bearbeitet. Im Gegensatz dazu steht das Umlaufvermögen: Dieses ist kurzfristig und unmittelbar für den Umsatz bestimmt.

Beispiele von Umlaufvermögen: Roh- und Betriebsstoffe, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, fertige Waren oder sonstige Erzeugnisse, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und weitere Vermögensteile, die innerhalb eines Jahres zu Geld gemacht werden können.

Zusammen bilden Anlagevermögen und Umlaufvermögen das Gesamtvermögen. Das Anlagevermögen befindet sich zusammen mit dem Umlaufvermögen auf der Aktivseite der Bilanz (s. Grafik). Die Anlagengüter eines Unternehmens werden mittels der Anlagenbuchhaltung dokumentiert.

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