24. Januar 2017 | Disqus Kommentare 0 Kommentare

Unternehmensstrategie: Das brauchen Gründer zum Erfolg

Der Businessplan ist das zentrale Planungsinstrument für Gründer wie auch für etablierte Unternehmen. Aber wie viel Strategie soll oder muss es denn sein? Wir zeigen die drei erfolgskritischen Elemente, die zu oft vergessen gehen.

Gastbeitrag von Raphael Ledergerber

Ein gewisses Wachstum benötigt jedes Startup; das ist in jedem Businessplan vorgesehen. Wie soll das Wachstum aber nachhaltig klappen, wenn Sie Ihre Vision nicht genau definieren: Also festhalten, wohin Sie mit dem Unternehmen überhaupt wollen? Und wie Sie Ihr Unternehmen positionieren? Während die Wachstumsstrategie automatisch angegangen wird, zeigt sich, dass folgende drei Elemente oft zu wenig erarbeitet werden:

  • Vision
  • Positionierungsstrategie
  • Strategieumsetzung

Vision

Wie sollten Gründer Erfolg haben, wenn Sie nicht genau wissen, wohin Sie mit dem Unternehmen wollen? Diese Frage beantwortet die Unternehmensvision. Um diese systematisch und schlüssig zu entwickeln, haben sich folgende fünf Schritte in der Praxis bewährt:

  1. Vision: Wohin wollen wir? Wie soll die Situation des Unternehmens in drei Jahren aussehen?
  2. Umwelt-Analyse
  3. Stakeholder-Analyse
  4. Unternehmens-Analyse
  5. Situation auf halbem Weg zur Vision

Besonders wichtig ist es, die Abhängigkeiten zwischen diesen fünf Elementen zu erfassen. Damit lässt sich den im ersten Schritt definierten Entwurf einer Vision in den Folgeschritten sukzessive verbessern.

Positionierungsstrategie

Wie wollen Sie einfach und einprägsam rüberbringen, was Sie tun und worin Sie richtig gut sind? Wie erreichen Sie es, dass Sie deutlich kompetenter und damit attraktiver für Ihre Zielkunden erscheinen – und damit mehr Geld als Ihre Wettbewerber verdienen? All das bringt eine gute Positionierungsstrategie! Die Positionierung zielt darauf ab, in den Köpfen (und Herzen) der Zielkunden die Nummer-eins-Position einzunehmen – die Position des führenden Spezialisten und Experten für die spezifische Problemlösung. Die folgenden vier Schritte führen verlässlich und effizient zur Positionierungsstrategie:

  1. Situationsanalyse: Markt, Wettbewerber, Kernkompetenzen, SWOT-Analyse (oben stehende Vision Schritte 2-4), SWOT-Strategien
  2. Zielmärkte: Marktnischen, spezifische Bedürfnisse, brennende Problemstellungen
  3. Wettbewerbsstrategie: Premiumpreise oder Tiefpreise?
  4. Differenzierung und Positionierung: Differenzierungsmöglichkeiten, Alleinstellungsmerkmale (USP), Positionierungs-Statement

Strategieumsetzung

Die Strategieentwicklung befasst sich mit dem Wohin, Warum, Was und Womit. Die Strategieumsetzung hingegen beschäftigt sich mit dem Wie, Wer, Wann und Wo. Schon deswegen ist die Umsetzung der erarbeiteten Strategien keineswegs ein Selbstläufer. In der Strategieumsetzung müssen die erfolgskritischen Komponenten, und die Wirkungszusammenhänge zwischen diesen, einbezogen werden: Führung, Ressourcen, Mitarbeitende, Kommunikation, Unternehmenskultur. Mehr dazu.

So gelangen Gründer systematisch zum Erfolg

Die Unternehmensstrategie ist eines der erfolgskritischsten Elemente überhaupt. Überlassen dies nicht Glück und Zufall. Nur mit neutraler Aussensicht und frei von blinden Flecken erreichen Sie eine erfolgreiche Strategie für Ihr Unternehmen. Packen Sie es systematisch an!

Raphael Ledergerber

Raphael Ledergerber ist Betriebsökonom FH und hat über 18 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen in den Bereichen Strategie, Innovation, Change-Management, Marketing, Verkauf sowie Produkt- und Preismanagement. Heute unterstützt Raphael Ledergerber Unternehmen, sich erfolgreich weiter zu entwickeln – als Sparringspartner, Projektleiter, Berater oder Interimsmanager. Er ist Inhaber von Ledergerber & Partner sowie Verwaltungsrat und Beirat verschiedener KMU und Organisationen.