17. April 2018 |

Vergessen Sie diese 6 Mythen zum Thema Unternehmertum

Gastbeitrag von IFJ, dem Institut für Jungunternehmen*

Mythos 1: Unternehmer werden geboren

Muss ich ein Übermensch wie Bill Gates, Jack Ma oder Steve Jobs sein? Unsere Antwort: Nein. Unternehmertum steckt in jedem von uns. Unternehmer werden nicht als solche geboren. Wir alle haben die Chance, uns selber zu Unternehmern zu machen. Wichtig bei der eigenen Unternehmensführung sind genügend Ausdauer, Leidenschaft, Hartnäckigkeit und aus den eigenen Fähigkeiten das Beste für den eigenen Erfolg herauszuholen.

Mythos 2: Es braucht eine weltbewegende Idee

Eine Idee alleine reicht nicht aus, um ein funktionierendes und erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Vielmehr ist es heutzutage so, dass sich Jungunternehmer viele kleine und grosse Ziele setzen, die zur Lösung von konkreten Kundenproblemen führen. Dadurch bauen sie automatisch einen relevanten Nutzen auf, wofür Kunden bereit sind zu zahlen. Es geht auch nicht darum, die Welt grundlegend zu verändern, sondern das Bestehende zu verbessern. Wenn Sie also ein Portfolio von Zielen entwerfen und engagiert auf diese zuarbeiten, dann lässt sich Ihre Geschäftsidee ganz leicht bestimmen.

Mythos 3: Von Anfang an genügend finanzielle Mittel

Ohne finanzielle Mittel geht es natürlich nicht. Aber es ist unrealistisch, zuerst ausreichend Geld zu beschaffen, um anschliessend gemächlich ins Business zu starten. Unser Tipp: Fangen Sie klein an und nutzen Sie alle Geldquellen, die Sie erschliessen können. Gerade in der Start- und Aufbauphase kann nicht das Streben nach Gewinnen im Vordergrund stehen. Sie müssen Werte für Ihre künftigen Kunden schaffen und ertragbare Verluste kalkulieren. Setzen Sie lieber Wissen und Ihre Energie ein, statt viel Geld. Nutzen Sie Ihr Netzwerk und lassen Sie Mitunternehmer an Ihrer Vision teilhaben. Nur mit einer geteilten Vision kann man gemeinsam darauf hinarbeiten.

Wichtig ist es, rechtzeitig abzubrechen, sobald Potenzial zum Scheitern erkennbar ist. Damit vermeidet man unnötige Kosten. Eine gescheiterte Idee bedeutet schliesslich nicht, dass Sie es nicht noch einmal versuchen können.

Mythos 4: Geschäftsideen werden gestohlen

Wir können Sie beruhigen: Geschäftsideen werden in der Regel nicht gestohlen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Geschäftsidee das Einfachste im Unternehmertum ist. Es bringt also nichts, seine Idee zu verheimlichen. Sie müssen sich austauschen, denn dank der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Personen bringen diese ihre Stärken ein und es können neue, zusätzliche Ziele angestrebt werden. Und letztlich ist eine Idee auch nur dann erfolgreich, wenn man sie auch tatsächlich umsetzt und sie keine Idee bleibt.

Mythos 5: Es geht auch ohne Businessplan

Natürlich gibt es Unternehmer die Ihnen sagen, sie hätten nie einen Businessplan geschrieben und trotzdem Erfolge gefeiert. Im Nachhinein kann diese Lässigkeit immer an den Tag gelegt werden. Realistisch betrachtet: Ideen, die sich nicht einmal auf Papier mit prägnanten Aussagen und Daten erfassen lassen, werden wohl auch in der Umsetzung wenige Erfolgschancen haben. Schreiben Sie daher lieber einen kompakten, aussagekräftigen und übersichtlichen Businessplan, der Ihnen als Leitfaden dient und Ihnen die Möglichkeit bietet, neue Chancen zu erkennen und zu nutzen. Vor allem eine Marktanalyse im Business Plan kann Ihnen bereits vor Unternehmensstart eine aussagekräftige Auskunft darüber geben, ob die Unternehmensidee überhaupt Potenzial hat.

Mythos 6: Es braucht Glück

Ja, wir geben Ihnen Recht - Glück ist grundsätzlich ein Bestandteil von unternehmerischem Erfolg. Vor allem da viele Faktoren beim Unternehmenserfolg eine Rolle spielen, und viele davon gar nicht durch einen selber beeinflussbar sind. Dabei gilt aber auch: Nur wenn man wirklich den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, kann man als Unternehmer Glück finden, im besten Fall sogar herbeiführen und damit den Erfolg ankurbeln. Schliesslich gilt: Wer am Glücksrad dreht, hat grössere Chancen auf Gewinne.

Fazit

Viele Mythen können Sie in Ihrer unternehmerischen Tätigkeit ausbremsen. Lassen Sie das nicht zu und schieben Sie diese negativen Gedanken zur Seite. Wichtig ist, dass Sie es tun und den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit wagen. Gestalten Sie Ihre Zukunft aktiv mit, arbeiten Sie auf viele grosse und kleine Ziele hin und lassen Sie so Ihre Vision zur Realität werden.

IFJ- Institut für Jungunternehmen

IFJ- Institut für Jungunternehmen

Das Institut für Jungunternehmen (IFJ) ist die führende Anlaufstelle für Firmengründer/innen in der Schweiz. Seit 1989 verwirklichten über 110'000 Unternehmer/innen ihren Traum von der eigenen Firma. Viel Erfahrung, persönliche Beratung und Begleitung sorgen für Ihre professionelle Firmengründung.

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