31. Mai 2018 | Disqus Kommentare 3 Kommentare

Marketing-Tipps für Startups

Marketing ist ein Muss für jedes Unternehmen, auch für Startups. Um sich im Urwald der Definitionen, Vielzahl an Methoden und Instrumenten nicht zu verlieren, sind hier fünf wertvolle Tipps.

Gastbeitrag von IFJ Institut für Jungunternehmen

Tipp 1: Die Vorteile und USP

Wichtig ist die richtige Positionierung des Produktes oder der Dienstleistung: Legen Sie den Fokus stets auf den Vorteil für die Kunden.

Um den Vorteil benennen zu können, hilft es, folgende zwei Fragen zu beantworten: «Wie hilft unser Produkt oder unsere Dienstleistung den Kunden?» «Was biete ich mehr/besser/anders als meine Konkurrenz?».

Wenn man den Mehrwert des Produktes/ der Dienstleistung erfragt und wie das Leben der Kunden damit vereinfacht werden kann, ist der Vorteil schnell definiert. Für die Analyse gehört auch eine ausgiebige Auseinandersetzung mit der Konkurrenz dazu. Warum ist das eigene Produkt besser? Warum sollen Kunden bei Ihnen kaufen und nicht woanders kaufen? Nach der Konkurrenzanalyse, in der man die Produkte der Wettbewerber ausgiebig studiert hat, sollte man sich auf den Vorteil des eigenen Produktes/ der eigenen Dienstleistung fokussieren und ihn hervorheben. Positionieren Sie sich mit diesem Vorteil, oder auch «Unique Selling Point» (USP) genannt, und teilen Sie anderen mit, was Sie und Ihre Firma einzigartig macht.

Verkaufen Sie mehr als nur Ihre Produkte. Lernen Sie, sich zu vermarkten. Suchen Sie den Mehrwert. Verkaufen Sie nicht nur Seife; verkaufen Sie Pflege, Wohlgefühl und Zufriedenheit.

Tipp 2: Die Zielgruppe

Ist der USP definiert, muss in einem nächsten Schritt die Zielgruppe festgelegt werden. Wer soll das Produkt/ die Dienstleistung kaufen und nutzen? Wen sprechen Sie an? Die Zielgruppe gilt es spezifisch zu definieren, denn es ist nicht möglich, dass «alle» Ihre Zielgruppe sind.

So definieren Sie Ihre Zielgruppe:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Status
  • Geographische Aspekte
  • Interessen
  • Ziele
  • Kaufverhalten
  • u.w.

Wer die Zielgruppe kennt, dem fällt es einfacher, diese gezielt anzusprechen.

Unser Tipp: Erstellen Sie eine sogenannte «Buyer Persona». Mit dieser fiktiven Person definieren Sie den «typischen Kunden».

Sobald Ihre Zielgruppe feststeht, muss überlegt werden, wo man diese Zielgruppe findet. Online? Offline? In Schulen oder Univesitäten? Im Büro? Grenzen Sie Ihre Auswahl ein, um einen grossen Streuverlust zu vermeiden.

Tipp 3: Ihre Marke und Onlinepräsenz

Entwickeln Sie Ihre eigene Marke, denn Sie verkaufen nicht nur ein Produkt oder eine Dienstleistung. Finden Sie einen geeigneten Markennamen, recherchieren Sie, nutzen Sie Fokusgruppen und betreiben Sie Brainstorming. Nutzen Sie diese Methode zur Ideenfindung und nehmen Sie Fokusgruppen zur Hilfe. Steht der Markenname einmal, sollte im Anschluss passend dazu ein Logo gestaltet werden: modern, ansprechend und einfach zu verstehen. Dieses Logo wird hinterher auf der eigenen Website und den Social Media Kanälen zu finden sein und sollte, wenn möglich, farblich zum Produkt/ der Dienstleistung passen.

Damit Ihre Website auch von Suchmaschinen, wie beispielsweise Google, gefunden wird, sollte sie suchmaschinenoptimiert sowie «responsive» sein; das bedeutet, dass sie auch auf mobilen Geräten gut dargestellt wird.
Auch reicht es nicht aus, auf den sozialen Medien (wie Facebook, LinkedIn oder Twitter) nur ein Profil zu haben. Pflegen Sie dieses Profil, seien Sie aktiv und informieren Sie Ihre Kunden über Neuigkeiten Ihres Unternehmens.

Auch hier gilt: Kennen Sie Ihre Kunden und sprechen Sie sie richtig an!

Tipp 4: Generierung von Leads

Mit Ihren Marketingaktivitäten verfolgen Sie ein Ziel: Sie möchten Leads generieren. Leads sind Interessenten, die sich für Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung interessieren und potenzielle Kunden sind.

Werden trotz Werbemassnahmen wenig Leads generiert, müssen Sie sich fragen, woran das liegen könnte. Ist Ihre Website optimiert? Liefert die Website alle nötigen Informationen, die Kunden interessieren? Finden Ihre Kunden einen sogenannten «Call-to-Action»-Button, auf den Sie klicken können, um zu kaufen? Da unser Sehsinn der ausgeprägteste Sinn ist, sind Videos, Animationen, Infografiken und Bilder die wohl wichtigsten Inhalte auf Websites.

Tipp 5: Up-to-date

Das Internet und alles was damit verbunden ist, ist schnelllebig. Bleiben Sie auf dem Laufenden, sammeln Sie Informationen und versuchen Sie Schritt zu halten und mit gesammelten Erfahrungen die Marketingtechniken und -strategie stetig weiter zu entwickeln.

Das Wichtigste: Bleiben Sie im Austausch mit Ihren Kunden und hören Sie ihnen zu. Was sind ihre Bedürfnisse? Ihre Wünsche? Durch Networking und Austausch mit anderen bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand.

Fazit

Marketing ist ein fortlaufender Prozess, der viel Aufmerksamkeit erfordert und gepflegt werden muss. Marketing lässt sich nicht «schnell-schnell» erledigen.
Auch als Startup sollte man sich frühzeitig mit dem eigenen Marketing beschäftigen und gezielte Schritte in den Marketing-Dschungel machen.

Tun Sie den ersten Schritt!

IFJ- Institut für Jungunternehmen

Das Institut für Jungunternehmen (IFJ) ist die führende Anlaufstelle für Firmengründer/innen in der Schweiz. Seit 1989 verwirklichten über 111'000 Unternehmer/innen ihren Traum von der eigenen Firma. Viel Erfahrung, persönliche Beratung und Begleitung sorgen für Ihre professionelle Firmengründung.