1. Februar 2018 |

Das Geheimnis erfolgreicher Strategien

Gastbeitrag von Raphael Ledergerber*

Jedes Unternehmen und jede Organisation hat seine eigene Geschichte, Kultur, seine Fähigkeiten und Strukturen. Die Märkte, Kundenbedürfnisse, Kaufverhalten, Technologien, Mitarbeiterbedürfnisse und das Wirtschaftsumfeld verändern sich laufend, teils in rasantem Tempo. Viele Unternehmen scheitern beim Versuch, eine Strategie auszuarbeiten und zum «Leben» zu bringen. Folgende fünf Faktoren führen zum Erfolg:

1. Glasklare Mission und Vision

Mit der Mission zeigen Sie auf, warum es das Unternehmen überhaupt gibt und was der Zweck ist. Die Vision beschreibt wohin Sie in den nächsten Jahren wollen. Schaffen Sie Klarheit. Nur eine glasklare Mission und Vision wird Ihre Mitarbeitenden und die weiteren Anspruchsgruppen dazu bringen, vorbehaltslos mitzuziehen. Mehr über klare Visionen lesen Sie hier.

«Entscheidend ist es, immer wieder, konsistent und glaubwürdig über die Strategie zu reden.»

2. Strategie, aber richtig durchdacht

Die Strategie für Ihr Unternehmen formuliert die strategischen Ziele und wie und womit diese erreicht werden sollen. Beschreiben Sie, in welchen Märkten, mit welchen Bedürfnissen Sie aktiv sein wollen, mit welchem Nutzenversprechen, Leistungsangebot, Wertschöpfungsfokus und mit welchen Vertriebskanälen. Zeigen Sie klar auf, wo Sie Schwerpunkte setzen wollen. Hinzu kommt, wie Sie sich von bestehenden und neuen Wettbewerbern differenzieren und welche Wettbewerbsvorteile Sie erzielen wollen. Keine Strategie ohne Umsetzungsplan: Wie wollen Sie dies konkret erreichen? Mehr über Strategieentwicklung lesen hier.

3. Überzeugtes Commitment

Erfolgreiche Strategien brauchen klares, glaubwürdiges Commitment. Die Führung muss aktiv zeigen, dass sie vorbehaltlos hinter der Strategie steht. Dies ist ein fortlaufender Prozess, der ein entsprechendes Engagement erfordert. Kaum ein anderer Faktor ist in der Umsetzungsphase erfolgskritischer als das Commitment des Leitungsteams.

4. Stakeholder einbinden

Erfolgreiche Strategien sind breit abgestützt. Ohne die Einbindung aller relevanten Anspruchsgruppen können strategische Ziele kaum erreicht werden. Beobachten Sie Ihre Stakeholder genau: Wie reagieren sie? Welche Einwände, Anregungen und Vorschläge haben sie? Durch die breite Abstützung erreichen Sie auch mehr Klarheit über die Herausforderungen und Hürden, die es zu überwinden gilt. Nutzen Sie den formellen und informellen Austausch in Arbeitsgruppen und Einzelgesprächen, damit Sie einen breiten Konsens über die strategische Ausrichtung erreichen.

«Kaum ein anderer Faktor ist in der Umsetzungsphase erfolgskritischer als das Commitment.»

5. Kommunizieren und mobilisieren

Mitarbeiter, Teilhaber und andere Anspruchsgruppen wollen nicht nur wissen, wohin die Reise gehen soll, sondern vor allem auch, wie man dorthin kommen will. Mit einem verständlichen Fahrplan bringen Sie Klarheit, damit sich die Stakeholder als Teil davon fühlen. Der Fahrplan visualisiert die strategischen Stossrichtungen und Schlüsselmassnahmen, Verantwortlichkeiten und der Zeitrahmen. Ohne Klarheit kein Wille, etwas zu ändern. Ohne Wille kein Change. Dennoch geht Gehörtes vergessen. Klares kann schnell wieder unklar werden. Darum ist es mit der ersten Kommunikation längst nicht getan. Entscheidend ist es, immer wieder, konsistent und glaubwürdig über die Strategie zu reden.

Behalten Sie Ihre Strategien und die Umsetzung stets im Blick, mögen die Herausforderungen im Tagesgeschäft noch so gross sein. Entwickeln Sie die Strategie mit klarem Blick in die Zukunft, mit der unerlässlichen Aussensicht und ohne jede interne Politik. Mobilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden und alle anderen Anspruchsgruppen. Und das Wichtigste: Tun Sie es! Beginnen Sie jetzt mit der Strategieentwicklung und bleiben Sie konsequent dran!

* Raphael Ledergerber ist Betriebsökonom FH und hat über 18 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen in den Bereichen Strategie, Innovation, Change-Management, Marketing, Verkauf sowie Produkt- und Preismanagement. Heute unterstützt Raphael Ledergerber Unternehmen, sich erfolgreich weiter zu entwickeln – als Sparringspartner, Projektleiter, Berater oder Interimsmanager. Er ist Inhaber von Ledergerber & Partner sowie Verwaltungsrat und Beirat verschiedener KMU und Organisationen.

Quelle: Erstmals erschienen auf ledergerber-partner.ch

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