8. Mai 2018 |

So geht Innovation: Mit diesen 5 Erfolgsregeln

Gastbeitrag von Raphael Ledergerber*

1. Regel: Die optimale Unternehmensgrösse gibt's nicht

Kleine, agile Organisationen können schneller reagieren und agieren als die grossen. Jedoch haben grosse Unternehmen auch eher die notwendigen personellen wie finanziellen Ressourcen, um Trends aufzunehmen und langfristig zu investieren.

Für die unzähligen Unternehmen dazwischen, die mittleren und grösseren KMU, gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So werden Jahr für Jahr unzählige KMU von viel besser aufgestellten Wettbewerbern geschluckt oder müssen den Betrieb ganz aufgeben. Dabei haben gerade die mittleren und grösseren KMU den grossen Vorteil der noch vorhandenen Agilität gepaart mit den benötigten Ressourcen, um in Innovationen zu investieren.

2. Regel: Ideen benötigen auch Intuition und Zeit

Wenn Innovation mal wieder auf der Geschäftsleitungsagenda steht, werden in vielen Unternehmen reflexartig Innovationsworkshops einberufen. Die besten Mitarbeiter sammeln und verdichten mit Brainstormings an einem oder zwei Tagen die besten Ideen. Doch signifikanten Geschäftserfolg bringen diese fast nie. Wie sollten sie auch?

Denn gute Geschäftsideen brauchen Zeit. Wir müssen sie richtig durchdenken. Die Kombination von Ideen, Sichtweisen von Aussenstehenden und das Weiterdenken von Ansätzen ermöglichen erst echte Innovationen. Unser Unterbewusstsein spielt hier eine essenzielle Rolle. Mit der notwendigen Erfahrung, Systematik und der benötigten Zeit reifen Ideen zu Innovationen mit Geschäftspotenzial.

«Das Unterbewusstsein spielt eine essenzielle Rolle. In ihm reifen Ideen.»

3. Regel: Zusammenarbeit und Vernetzung clever nutzen

Die Problemstellungen der Unternehmen sind komplexer denn je. Die weiter zunehmende Globalisierung und Digitalisierung setzen sie unter Druck. Zugleich hat heutzutage jeder Zugriff auf schier unendlich grosse Informationsmengen. Selbst Kinder. Mit ihren Smartphones können sie heute gar auf mehr Informationen zugreifen als Spezialisten ihres Fachs es vor wenigen Jahrzehnten konnten.

Gefragt sind echte Problemlösungsteams und Komplexitätsreduzierer. Wettbewerbsvorteile schafft sich, wer Mitarbeiter mit verschiedensten Fähigkeiten und Fachwissen in Arbeitsgruppen integriert und externe Spezialisten einbezieht. Letztere bringen eine wertvolle Aussensicht und einen neutralen Blick ein.

4. Regel: Keine Innovation ohne Geschäftslogik

Innovationen bringen echten und vom Kunden wahrgenommenen Nutzen. Sie lösen echte Problemstellungen und befriedigen Bedürfnisse. Das können Sie einfach daran messen, inwiefern Kunden für die Leistung auch zu bezahlen bereit sind.

Das Geschäftsmodell zeigt die Geschäftslogik auf und beantwortet die Schlüsselfrage: Warum bezahlt wer für was wie viel – und wie lösen wir das? Dazu benötigt es fünf Elemente, die wie Zahnräder perfekt ineinandergreifen müssen. Nur dann bringen Sie Umsatz, Gewinn und vor allem zufriedene Kunden:

  • Problemstellungen und Bedürfnisse (warum bezahlt wird)
  • Zielkunden (wer bezahlt)
  • Kundennutzen und Leistungsangebot (für was bezahlt wird)
  • Ertragsmodell (wie viel wie bezahlt wird)
  • Herstellung bzw. Leistungserbringung (wie es gelöst wird)

5. Regel: Mit Systematik und konsequenter Umsetzung zum Erfolg

Zum Aufbau eines starken Innovationsmotors sind es nicht Brainstormings, sondern fundierte Planung, systematische Workshops, tiefgreifende Gespräche und harte, klärende Diskussionen, die verlässlich zum Innovationserfolg führen.

Meine langjährige Erfahrung mit dieser Methodik in verschiedensten Branchen und der Erfolg unserer Kunden beweist, dass die konsequente Umsetzung dieser fünf Regeln jedem Unternehmen Erfolg bringen kann.

* Raphael Ledergerber ist Betriebsökonom FH und hat über 18 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen in den Bereichen Strategie, Innovation, Change-Management, Marketing, Verkauf sowie Produkt- und Preismanagement. Heute unterstützt Raphael Ledergerber Unternehmen, sich erfolgreich weiter zu entwickeln – als Sparringspartner, Projektleiter, Berater oder Interimsmanager. Er ist Inhaber von Ledergerber & Partner sowie Verwaltungsrat und Beirat verschiedener KMU und Organisationen.

Quelle: Erstmals erschienen auf: ledergerber-partner.ch

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