03. APRIL 2019

Arbeitsplatz der Zukunft

Home Office, Remote Work, Desk-Sharing: Das Thema Digitalisierung schreitet immer weiter voran und macht auch vor unserem Arbeitsplatz nicht halt. Dies führt dazu, dass das Arbeiten jederzeit und überall möglich wird. Doch was bedeutet das konkret für unseren Arbeitsplatz? Wird es in Zukunft überhaupt noch den einen Arbeitsplatz geben? Wir haben untersucht, was die Entwicklungen bedeuten, welche Vorteile und vielleicht auch welche Nachteile sich daraus ergeben.

Digitalisierung macht’s möglich: Arbeiten ist nicht länger an einen Ort oder an einen Arbeitsplatz gebunden. Für die meisten Arbeiten langt ein Laptop, eine ausreichende Akku-Leistung und eine stabile Internetverbindung und schon kann der Arbeitstag starten. Egal, ob im Ausland, im Lieblingscafé um die Ecke oder zuhause. Dem Arbeitsplatz der Zukunft sind quasi keine Grenzen mehr gesetzt.

Gerade für Neugründer kann dies von Vorteil sein. So können zum Beispiel Wartezeiten vor Terminen effizient genutzt werden, um eingehende Kundenanfragen zu beantworten, Offerten zu verschicken oder die wichtigsten Finanzkennzahlen jederzeit im Blick zu haben. Aber auch für viele kreative Arbeitnehmer oder welche, die sich stark konzentrieren müssen, kann das Arbeiten fernab des klassischen Arbeitsplatzes viele Vorteile bringen. Man hat seine Ruhe, keine Ablenkungen oder findet eben gerade die Inspiration für seine kreative Arbeit. Vor allem aber findet man Abwechslung, wenn man nicht jeden Tag in dasselbe Büro an denselben Arbeitsplatz zurückkehrt.

Wichtig dabei ist jedoch: Man muss der Typ dafür sein. Für den einen ist diese flexible Art des Arbeitens genau das Richtige und befreiend, für den anderen eher befremdlich und er braucht diese Stabilität und Sicherheit, jeden Tag an denselben Platz zurückzukehren.

Auch das Prinzip des Desk-Sharing ist nicht für jedermann. Dieses Prinzip kann zwar die Kommunikation im Unternehmen auf Grund der täglich wechselnden Sitznachbarn anregen und auch für neue, innovative Ideen sorgen. Denn wer sich immer neu mit anderen austauschen muss, fördert so seinen Denk-Prozess und entdeckt vielleicht neue Sicht- oder Herangehensweisen für bestimmte Problematiken. Es kann aber auch Stress bedeuten, wenn man jeden Morgen seinen Platz suchen muss. Für manche ist die Kontinuität, jeden Tag an denselben Platz zu gehen und neben denselben Kollegen zu sitzen eine Art Sicherheit, was sich wiederum positiv auf das Arbeitsverhalten auswirken kann.

Home Office

Digitalisierung macht’s möglich: Heute ist es nicht mehr nötig, dass Sie an Ihren Arbeitsrechner, der fest mit dem Büronetzwerk verbunden ist, gebunden sind. Sie sind mit einem Laptop oder Ihrem PC zuhause ebenfalls in der Lage, sich mit Ihrem Büro zu vernetzen. Sind alle Daten in der Cloud verfügbar, benötigen Sie nur eine Internetverbindung und einen Browser und schon können Sie loslegen. Selbst auf Meetings müssen Sie nicht verzichten. Es gibt heute zahlreiche interaktive Online-Meeting Plattformen und viele weitere Tools, die Home Office möglich machen.

Remote Work

Das Prinzip des Remote-Working entspricht im Grossen und Ganzen dem Home-Office-Ansatz. Allerdings fasst er diesen noch weiter. So müssen Sie nicht unbedingt in Ihrem eigenen Zuhause sein, um «remote» (also aus der Ferne) zu arbeiten. Sie können ebenso im Zug Aufgaben erledigen, zwischen Kundenterminen die Zeit effektiv nutzen oder in einer anderen Stadt, sogar in einem anderen Land sein. Solange Sie eine gut funktionierende Internetverbindung haben, ist dies möglich. Da können Sie sogar in einer anderen Zeitzone sein.

Desk-Sharing

Desk-Sharing bedeutet, dass man als Mitarbeiter keinen festen Arbeitsplatz mehr hat und man somit seinen Platz teilt. Man sucht sich jeden Tag aufs Neue seinen Platz gemäss dem Motto «Wer zuerst kommt, malt zuerst». Hört sich seltsam an, finden Sie? Gehören Sie vielleicht zu der Gruppe, die gerne den festen Arbeitsplatz, an der festen Stelle hat, der Stuhl korrekt eingestellt ist und man seine liebsten Kollegen um sich versammelt hat? Vielleicht sogar hier und da ein Foto oder sonstige private Gegenstände? Dann wird Ihnen dieses Konzept im ersten Moment vielleicht nicht gefallen. Es kann allerdings durchaus Vorteile bringen. Dadurch, dass sich Ihr Nachbar ständig wechselt, stärkt dies nicht nur Ihre Flexibilität, es ermöglicht auch neue Herangehens- oder Sichtweisen in einem Projekt.

Sie fragen sich jetzt, wie Sie das feststellen, ob eines dieser Konzepte etwas für Sie ist? Testen Sie es doch einfach mal. Sprechen Sie es intern ab, klären Sie alle nötigen Voraussetzungen und los gehts.

Wichtig ist, dass dies firmenweit anerkannt und akzeptiert ist und die entsprechenden technischen Voraussetzungen erfüllt sind.