Arbeitsklima
06. FEBRUAR 2020

So steigern Sie mit dem Arbeitsklima die Effizienz

Wenn Ihre Unternehmung wächst, werden Sie zu einem Zeitpunkt bestimmt Mitarbeiter einstellen wollen. Eines der wichtigsten Punkte bei der Führung dieser neuen Mitarbeiter ist es, ein angenehmes Arbeitsklima zu etablieren. Die Arbeit sollte nicht zum notwendigen Übel werden, sondern Spass machen. Wer Spass bei der Arbeit hat, ist leistungsfähiger und kreativer. Erfahre Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Arbeitsklima verbessern können.

Gastbeitrag von IFJ Institut für Jungunternehmen

Auf ein Betriebsklima, bei dem man sich wohlfühlt und man gemeinsam mit den Kollegen lachen kann, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermassen Einfluss haben.

Vorteile eines angenehmen Arbeitsklimas

Wie wichtig ein positives Betriebsklima ist, haben 70% der Teilnehmer einer Umfrage bestätigt. Für die Mehrheit ist das Betriebsklima ein wichtigerer Faktor als Gehalt und flexible Arbeitszeiten. Dies ist nachzuvollziehen, wenn man bedenkt, dass viele mehr Zeit mit den Arbeitskollegen und ihrem Chef verbringen als mit Familie und Freunden. Die folgenden Punkte bringen ein angenehmes Arbeitsklima mit sich und gibt Ihnen gute Gründe, wieso es sich lohnt, darin zu investieren:

  • Gemeinsames Ziel: Es ist einfacher, sich mit den Werten und Zielen der Unternehmung zu identifizieren, wenn ein angenehmes Klima besteht. So besteht Motivation das Unternehmen gemeinsam weiter zu bringen und dafür sein Bestes zu geben.
  • Höchstleistungen: Wie bereits erwähnt, kann die Leistung der Mitarbeiter enorm verbessert werden, wenn das Umfeld stimmt. Man ist engagiert und motiviert.
  • Loyale Mitarbeiter: Wenn sich die Mitarbeiter wohl fühlen, ist der Anreiz nach einer neuen Stelle Ausschau zu halten viel geringer, als wenn dies nicht der Fall ist. Ist jeder Arbeitstag eine Qual, ist auch der Jobwechsel nicht weit entfernt.

«Ist jeder Arbeitstag eine Qual, ist auch der Jobwechsel nicht weit entfernt.»

Aufgaben des Arbeitgebers

Jedes vierte Unternehmen wird im Kasernenton, also mit Befehl und Gehorsam, geführt. Anweisungen von Führungskräften dürfen nicht hinterfragt werden oder den Chef zu kritisieren, kommt Hochverrat gleich. Es ist bedeutend motivierender, die Mitarbeiter auf eine coachende Art zu führen. Als Führungsperson können Sie folgende Dinge tun:

  • Loben Sie Ihre Mitarbeiter auf regelmässiger Basis: Sparen Sie auf keinen Fall mit Anerkennung Ihrer Mitarbeiter. Wenn Sie sich nicht wertgeschätzt fühlen verlieren sie schnell die Motivation und die Leistung sinkt. Honorieren Sie Leistungen und lassen Sie sie wissen, dass die Arbeit geschätzt wird.
  • Seien Sie eine Ansprechperson für Ihre Mitarbeiter: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, dass sie bei Problemen jederzeit an Ihre Tür klopfen können und dies nicht mit negativen Konsequenzen bestraft wird. Haben Sie ein offenes Ohr und honorieren Sie Mitarbeiter, welche Sie frühzeitig über Probleme informieren.
  • Seien Sie transparent und informativ: Leiten Sie vor allem Informationen, die die Mitarbeiter in erster Linie betreffen nicht erst im letzten Moment weiter. Informieren Sie sie frühzeitig, so haben sie die Möglichkeit sich auf Neuerungen einzustellen und Bedenken zu äussern.

Aufgaben des Arbeitnehmers

Es ist auch Aufgabe des Arbeitnehmers sich an einem angenehmen Klima zu beteiligen. Man sagt nicht umsonst: «Das Arbeitsklima ist das einzige Klima, welches man selber bestimmen kann.»

  • Kommunikation: Jede Person hat eine andere bevorzugte Kommunikationsweise und da Sie höchstwahrscheinlich mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammenarbeiten, empfiehlt es sich auf die einzelne Person zu achten und deren Wünsche zu respektieren. Wenn jemand also lieber konzentriert für sich arbeitet, schreiben Sie ihm eventuell besser kurz ein E-Mail um ihn nicht aus der Arbeit zu reisen. Auch sollten Sie darauf achten, Ihre Mitarbeiter über alles was sie betrifft frühzeitig zu informieren um eine reibungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen.
  • Respekt: Der respektvolle Umgang sollte eine Selbstverständlichkeit sein, leider ist das nicht überall der Fall. Akzeptieren Sie Meinungen, auch wenn es nicht Ihre eigenen sind, achten Sie auf den Ton, den Sie mit Ihren Mitarbeitern verwenden und vermeiden Sie persönliche und verletzende verbale Angriffe.
  • Konstruktivität: Falls einem Arbeitskollegen ein Fehler passiert sein sollte, rät es sich darauf zu achten, auf diesen Fehler im Gespräch unter vier Augen aufmerksam zu machen. Stellen Sie den Arbeitskollegen in keinem Fall bloss und falls er keine weitreichenden Folgen hat muss er auch nicht dem Vorgesetzten gemeldet werden. Fehler passieren jedem, die Reaktionen auf diese sollten stets lösungsorientiert sein.
  • Austausch: Lernen Sie Ihre Kollegen besser kennen und nutzen Sie unbedingt Pausen und Ausflüge dafür. Es wird sich lohnen! Arbeitskollegen, die sich besser kennen, werden auch in schwierigen Situationen zusammenhalten und einander helfen.

«Fehler passieren jedem – die Reaktion auf diese sollte stets lösungsorientiert sein.»

Selbstverständlich gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie man das Arbeitsklima verbessern kann. Wichtig ist, dass der Wunsch nach einer Veränderung oder Verbesserung tatsächlich da ist und man dafür auch bereit ist, etwas zu tun.
Jede Unternehmung ist anders. Die eine hat eine natürliche Harmonie, die andere nicht. Finden Sie selbst heraus, was für Sie und Ihr Unternehmen am besten funktioniert. Das wichtigste ist, dass Sie das Arbeitsklima stets im Kopf behalten.

IFJ 30 Jahre

IFJ - Institut für Jungunternehmen

Das Institut für Jungunternehmen (IFJ) ist die führende Anlaufstelle für Firmengründer/innen in der Schweiz. Seit 1989 verwirklichten über 100'000 Unternehmer/innen ihren Traum von der eigenen Firma. Viel Erfahrung, persönliche Beratung und Begleitung sorgen für Ihre professionelle Firmengründung.

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