Schlussbilanz - Erfolg oder Misserfolg, das ist hier die Frage

Während des ganzen Jahres gehen Unternehmungen ihren Geschäften nach, sie produzieren, verkaufen und liefern ihre Produkte oder erbringen Dienstleistungen. Dabei hat die Buchhaltungsabteilung reichlich zu tun, sie muss Unmengen von Buchungen vornehmen, welche durch die Geschäftstätigkeit ihres Arbeitgebers bedingt sind. Am Ende eines Geschäftsjahres möchte jede Unternehmung wissen, wie gut ihre Geschäfte wirklich gelaufen sind: Kann sie einen Erfolg verzeichnen oder ist das vergangene Jahr durch Misserfolg geprägt? Nebst der Unternehmung selbst möchten auch andere, zum Beispiel die Aktionäre als Eigenkapitalgeber oder der Staat zum Zweck der Steuerermittlung, wissen, wie es um die Finanzen des Unternehmens steht. Der Gewinn oder der Verlust einer Unternehmung zeigt den Aktionären zum Beispiel, um wie viel der Wert ihrer Unternehmung zugenommen bzw. abgenommen hat. Bei der Erstellung der Schlussbilanz gibt es für die Mitarbeiter der Buchhaltung viel zu tun, denn sie müssen nun die vergangene Geschäftsperiode abschliessen und den erwirtschafteten Gewinn oder Verlust ermitteln. Das Gesetz sieht für die Erstellung des Jahresabschlusses diverse Regelungen vor, welche zwingend eingehalten werden müssen.

Wie wird die Schlussbilanz vorgenommen?

Die Schlussbilanz wird jeweils am Ende jeder Geschäftsperiode durch die Buchhaltung vorgenommen, indem alle Konten, welche während des Geschäftsjahres benutzt wurden, abgeschlossen werden. Die Salden der einzelnen Konten werden dazu in die Bilanz übertragen. Dabei wird der Saldo der Aktiv- und Passivkonten ermittelt, indem die Differenz zwischen diesen beiden Seiten berechnet wird. Der Saldo der Bilanz stellt gleichzeitig den von der Unternehmung erwirtschafteten Gewinn oder Verlust dar, wobei gilt: Ein Gewinn befindet sich bei der Schlussbilanz zwingend auf der linken Seite, während ein allfälliger Verlust auf der rechten Seite der Bilanz eingetragen werden muss.

Der Grund dafür liegt in der Gliederung der Bilanz, welche vorsieht, dass alle Aktiven auf der linken und umgekehrt alle Passiven auf der rechten Seite eingetragen werden müssen. Überwiegt nun das Vermögen, so entsteht auf dieser Seite ein grösserer Wert und folglich hat die Unternehmung einen Gewinn erzielt. Diese Differenz von Aktiven und Passiven, welche sich aus der Bilanz ergibt, muss immer mit dem Saldo der Erfolgsrechnung identisch sein. Ist dies nicht der Fall, so liegt ein Fehler in der Buchführung vor, welcher behoben werden muss. Erst wenn die beiden Salden der Bilanz und der Erfolgsrechnung identisch sind, kann das Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Der einzige Unterschied, der bezüglich dieser Zahl bestehen darf, ist derjenige, dass sich der Saldo der Bilanz im Fall eines Gewinns auf der linken Seite befindet, während der Saldo bei der Erfolgsrechnung in diesem Fall auf der rechten Seite zu finden ist.

Um ein Geschäftsjahr abzuschliessen, müssen alle Bestands- und Erfolgskonten abgeschlossen werden. Für Bestandskonten ist das Gegenkonto die Schlussbilanz (SB) und die Erfolgskonten werden über das Konto Betriebsergebnis (BE) abgeschlossen. Dieses wird anschliessend mit dem Eigenkapital der Bilanz verrechnet.

Wie sieht die Gliederung einer Schlussbilanz aus?

Die Bilanz besteht aus zwei Seiten, der Aktivseite und der Passivseite. Aktiven stellen alle Vermögenswerte der Unternehmung wie Bargeld, Maschinen oder Immobilien dar. Diese Bilanzseite wird in Umlaufvermögen und Anlagevermögen unterteilt. Diese beiden Vermögensarten unterscheiden sich dabei vor allem in ihrer Liquidierbarkeit, das heisst, wie schnell sie von der betreffenden Unternehmung zu Geld gemacht werden können. Das Anlagevermögen gehört zu denjenigen Vermögenswerten, welche langfristig gebunden sind und deshalb die Liquidität der Unternehmung vermindern, während sich das Umlaufvermögen durch seine leichte Liquidierbarkeit auszeichnet. Das Anlagevermögen soll der Firma langfristig zur Verfügung stehen und nicht veräussert werden. Ein Beispiel dafür stellen Produktionsanlagen dar. Die Passiven entsprechen den Unternehmensschulden und geben Auskunft über die Art der Finanzierung des Unternehmens. Ihnen kann entnommen werden, wie das der Unternehmung zur Verfügung stehende Kapital investiert wurde. Bei den Passiven wird zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden. Fremdkapital sind beispielsweise Schulden bei Kreditoren, das sind diejenigen Rechnungen, welche das Unternehmen noch nicht bezahlt hat, oder Hypothekarschulden bei Banken. Das Kapital, welches dem Unternehmen durch die Ausgabe von Aktien zufliesst, gehört zum Eigenkapital.

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