Buchhaltungsglossar: Wichtige Begriffe hier im Glossar erklärt

In der Buchhaltung kursieren viele Fachbegriffe und Fremdwörter. Damit Sie den Durchblick behalten, haben wir hier verschiedene wichtige Begriffe in diesem Glossar zur Buchhaltung einfach erklärt.

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Wir werden das Glossar laufend um weitere Fachbegriffe erweitern. Fehlt ein wichtiger Begriff? Schreiben Sie uns: fragbexio@bexio.com.

Abschreibungen

Während ihrer Nutzungsdauer verlieren Maschinen, Mobiliar oder Fahrzeuge an Wert. Um die Vermögenswerte in der Bilanz korrekt darzustellen, müssen diese Wertverluste abgeschrieben werden. Das Ausmass der Abschreibungen hängt von der Lebens- und Nutzungsdauer der entsprechenden Aktivposition ab. So muss zum Beispiel eine Maschine schneller abgeschrieben sein, als eine Immobilie. Die Wertkorrektur erfolgt entweder linear (immer gleichbleibender Frankenbetrag) oder degressiv (immer gleichbleibender Prozentsatz vom Buchwert). Ausserdem besteht die Möglichkeit einer direkten oder indirekten Abschreibung.

Bei der direkten Abschreibungstechnik wird die Wertverminderung direkt auf dem entsprechenden Aktivkonto ausgebucht. Aus der Bilanz ist somit nur der Buchwert ersichtlich.

Bei der indirekten Abschreibungstechnik wird die Wertverminderung indirekt, also über ein entsprechendes Wertberichtigungskonto, ausgebucht. In der Bilanz ist somit der Anschaffungswert, auf dem Konto Wertberichtigung die kumulierten Abschreibungen und als Differenz der Buchwert ersichtlich.

Administration

Der Begriff der Administration im betriebswirtschaftlichen Sinn ist weit gefasst: Sie übernimmt in einer Unternehmung sämtliche Aufgaben, welche mit der Organisation und der Erfüllung der betrieblichen Aufgaben zusammenhängen. Dabei sorgt sie für Ordnung, optimiert firmeninterne Abläufe und strukturiert den Büroalltag. Je nach Art der Unternehmung variiert der Aufgabenkatalog der administrativen Arbeiten. Beispiele für Arbeiten in der Büroadministration sind die Buchhaltung, das Bestellwesen oder allgemeine Schreibarbeiten.

Adressverwaltung

Die Adressverwaltung erfüllt mit dem Bereitstellen von Kontaktdaten der Geschäftspartner eine bedeutende Aufgabe innerhalb einer Unternehmung. Adressen zu verwalten beinhaltet zum Beispiel die Pflege und Aktualisierung vorhandener Adressen und Ansprechpartner oder das Löschen doppelt erfasster Kontaktinformationen. Umfassende und stets aktuelle Adressdatenbanken stellen eine unerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche und effiziente Kommunikation dar.

Aktiven

Was heisst Aktiven oder Aktiva? Sie beschreiben das Vermögen eines Unternehmens: Die Aktiven fassen alle Vermögenswerte zusammen und beantworten die Frage, wo Sie Ihr Geld angelegt haben. Ob auf dem Bankkonto (Bank), in Warenlagern (Warenvorrat), als Büromöbel (Mobilien) oder in Häusern (Immobilien). In der Bilanz werden die Aktiven auf der linken Seite aufgeführt, der Aktivseite. Diese wird in Umlaufvermögen und Anlagevermögen eingeteilt. Ersteres wird nach der Liquidität gegliedert, das Anlagevermögen nach der Mobilität. Damit sind die Aktiven das Gegenüber der Passiven oder Passiva - dem Kapital eines Unternehmens. Weitere Infos zu den Aktiven

Anlagevermögen (AV)

Das Anlagevermögen gehört zu den Aktiven. Es beinhaltet Aktivposten wie beispielsweise Fahrzeuge, Mobilien (Einrichtungsgegenstände), Maschinen oder Immobilien und gliedert sich nach der Mobilität: Fahrzeuge werden zuoberst aufgeführt, Immobilen demnach zuunterst. Das Anlagevermögen wird in der Bilanz auf der Aktivseite unter dem Umlaufvermögen aufgeführt.

Auftragsbearbeitung

Egal ob KMU, Grosskonzern oder Startup: Für jedes Unternehmen ist es wichtig, Aufträge schnell und effizient zu bearbeiten. Zur Auftragsbearbeitung zählt aber nicht nur die Auftragserstellung, sondern die gesamte Abwicklung. Im Englischen wird von Quote to Order (QTO) gesprochen, womit der Prozess von der Angebotserstellung bis zur Auftragsbearbeitung gemeint ist. Die Auftragsbearbeitung im Detail

Aufwand

Jede Leistungserstellung verursacht stets auch Kosten - die Aufwände. Dies können Personalkosten (Lohnaufwand), Werbekosten oder auch Wertverluste auf Gegenstände (Abschreibungen) sein. Der Aufwand ist neben dem Ertrag der zweite Hauptbestandteil der Erfolgsrechnung und wird in der Buchhaltung als Wertverzehr bezeichnet. Dabei kommt es entweder zu einem Abfluss der Aktiven oder einer Zunahme der Passiven.

Betreibung

Die Betreibung ist der letzte Schritt des Mahnwesens. Es gibt drei Arten der Betreibung. Die Betreibung auf PfändungPfandverwertung oder Konkurs. Im Grundsatz sind alle Betreibungsverfahren gleich. Jedoch hat jedes auch seine eigenen Formvorschriften. Mehr Details zum Ablauf und den gesetzlichen Bestimmungen, erklären wir hier.

Betriebsbuchhaltung - Bebu

Die Betriebsbuchhaltung (kurz Bebu) ist neben der Finanzbuchhaltung (Fibu) einer der beiden Hauptbereiche der Buchhaltung.

Bilanz

Die Bilanz listet das Vermögen (Aktiven) und das Kapital (Passiven) eines Unternehmens auf und stellt die beiden einander gegenüber. Mit Hilfe der Bilanz ist ersichtlich, wo Sie Ihr Geld angelegt haben und woher bzw. aus welchen Quellen das Geld stammt. Dabei stellt sie stets eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Stichtag dar. Die Bilanz kann sich somit täglich verändern. Ein häufiger Bilanzstichtag ist der 31. Dezember, der meist mit dem Jahresabschluss einher geht.

Gliederung und Aufbau einer Bilanz

Zum Aufbau der Bilanz

Auf der linken Seite der Bilanz - der Aktivseite - werden demnach die Aktiven aufgeführt. Sie teilen sich in Umlaufvermögen und Anlagevermögen auf. Die rechte Seite - die Passivseite - umfasst das Kapital: Es wird in Eigenkapital und Fremdkapital gegliedert.

Buchführung

In der Buchführung werden alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens mit wirtschaftlichen Auswirkungen aufgezeichnet. Grundlage dafür sind Konten, auf denen Zuflüsse und Abflüsse verzeichnet werden. Für die Buchführung gelten die Grundsätze der Doppik, nach denen jeder Geschäftsvorfall sowohl auf der Sollseite als auch auf der Habenseite zu buchen ist.

Buchhaltungspflicht

Wer muss eine Buchhaltung führen? Im Schweizer Obligationenrecht ist festgehalten, dass «Einzelunternehmen und Personengesellschaften, die einen Umsatzerlös von mindestens 500'000 Franken im letzten Geschäftsjahr erzielt haben» (vgl. OR Art. 957 Abs. 1) buchführungspflichtig sind. Zudem unterliegen generell juristische Personen (also Unternehmen wie AG oder GmbH) der Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung.

Unternehmen mit einem tieferen Umsatzerlös können eine erleichterte Buchhaltung führen: Sie können sich auf das Führen einer reinen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (z.B. einem Kassenbuch bzw. Milchbüchlein) beschränken.

Buchhalter

Buchhaltungsfachkräfte haben die Aufgabe, alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens aufzuzeichnen. Mit der Aufzeichnung wird die Grundlage für die Entscheidungen des Unternehmens, seine Besteuerung und seine Zukunft gelegt. In grossen Unternehmen werden weite Teile der Buchhaltung spezialisiert. So werden etwa Anlagenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Finanzbuchhaltung sowie Debitorenbuchhaltung (Kunden) und Kreditorenbuchhaltung (Lieferanten) unterschieden.

Buchhaltungssoftware

Mit dem Einsatz einer passenden Buchhaltungssoftware können Unternehmen viel Zeit, Geld und Nerven sparen. Eine gute Software deckt alle Prozesse im Zusammenhang mit der Buchhaltung ab und erleichtert (im besten Fall automatisiert) diese. Essenziell für ein gutes Buchhaltungsprogramm sind:

Buchungsjournal

Das Journal, auch Buchungsjournal genannt, ist ein Teil des Hauptbuchs und verzeichnet die Buchungsvorgänge: Alle verbuchten Geschäftsfälle werden chronologisch erfasst und nach Geschäftsjahren gegliedert. Hier werden den Geschäftsvorfällen Belege wie Ein- und Ausgangs­rechnungen, Kassenbelege, Kontoauszüge zugeordnet. Weitere Informationen

Bürosoftware

Bürosoftware wird für die Administration in Unternehmen eingesetzt. Mit der Hilfe von Bürosoftware können administrative Prozesse standardisiert und vereinfacht werden. Eine gute Bürosoftware deckt mindestens folgende Bereiche ab:

Cloud-Software

Mit der Cloud werden Daten nicht mehr lokal am Arbeitsplatz, sondern in einem externen gesicherten Rechenzentrum gespeichert: Sie liegen online in der Datenwolke und sind dort abrufbar. Cloud-Computing beschreibt dann die Nutzung solcher Online-Anwendungen, also Cloud-Software, die je nach Bedarf (Pay per Use) über das Internet gemietet werden. Dank der Cloud-Technologie wird eine orts- und geräteunabhängige Nutzung möglich. Solche Cloud-Software nennt man auch Software-as-a-Service, kurz SaaS.

CRM - Customer Relationship Management

CRM steht für Customer Relationship Management und heisst übersetzt Kundenbeziehungsmanagement oder Kundenpflege. Es ist eine strategische Vorgehensweise eines Unternehmens, bei der nicht das Produkt, sondern der Kunde selbst in den Mittelpunkt gerückt wird. Das Ziel ist, den Kunden durch intensive Beziehungen so gut kennenzulernen, um ihm nicht nur passende Produkte anzubieten, sondern ihn mithilfe eines CRM fest an das Unternehmen zu binden.

Debitoren

Kurz erklärt: Debitoren sind Forderungen, die aus Leistungen Ihrer Firma resultieren - wie beispielsweise einer Lieferung an einen Ihrer Kunden. Die Debitoren zeigen Ihnen auf, wie viel Geld Ihre Kunden Ihnen noch schulden. Das Konto Debitoren weist damit Guthaben gegenüber Ihren Anspruchsgruppen aus. Im Falle von Forderungen gegenüber Kunden spricht man demnach von Kundendebitoren, im Falle von anderen Anspruchsgruppen von übrigen Debitoren. Das Konto «Forderungen aus Lieferungen und Leistungen» gehört zu den Aktiven, genauer zum Umlaufvermögen. Weitere Infos zu Debitoren

Den Debitoren (Guthaben) gegenüber stehen die Kreditoren (Lieferanten). Sie bezeichnen Verbindlichkeiten Ihrer Firma, die aus Lieferungen und Leistungen an Sie resultieren.

Debitorenbuchhaltung

Die Hauptaufgabe der Debitorenbuchhaltung ist es, die Lieferungen oder Dienstleistungen an die entsprechenden Debitoren sowie die zugehörigen Zahlungseingänge zu überwachen und zu verbuchen. Als Nebenbuch ist die Debitorenbuchhaltung Teil der Finanzbuchhaltung, die das Hauptbuch eines Unternehmens darstellt und wichtige Zahlen zum Messen des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens auf dem Markt liefert. Mehr zum Thema Debitorenbuchhaltung.

Doppelte Buchhaltung

Was bedeutet der Begriff doppelte Buchhaltung? Von doppelter Buchführung wird gesprochen, sobald ein Geschäftsvorgang jeweils zwei Mal erfasst wird. In der Folge sind bei jeder Buchung immer zwei Konten betroffen. Dazu ein Beispiel einer doppelten Buchhaltung: Sie kaufen Ware und zahlen bar; dadurch haben Sie mehr Warenbestand (Soll) und weniger im Konto Kasse (Haben). Im Buchhaltungsjargon heisst das, Soll wird an Haben gebucht.

Doch was bringt die doppelte Buchhaltung? Dank ihr können Sie sowohl eine Bilanz als auch eine Erfolgsrechnung ausweisen. Das bedeutet: Sie sehen, woher Ihr Geld stammt und wo Sie es angelegt haben, indem in der Bilanz die Aktiven und Passiven gegenübergestellt werden. Dank der Erfolgsrechnung, kurz ER, erkennen Sie, ob Sie Gewinne oder Verluste erzielt haben, indem Sie Ihre Erträge Ihren Aufwendungen gegenüber stellen.

DTA

Das DTA-Verfahren (Datenträgeraustausch-Verfahren) dient dem sicheren Austausch von Zahlungsdaten zwischen Unternehmen und Bank. Es ermöglicht das Übermitteln von Transaktionsarten wie ESR oder Bankzahlungen in Franken oder Fremdwährungen. Das DTA-File wird in der Buchhaltungssoftware eines Unternehmens erstellt und kann via entsprechender Schnittstelle direkt an das E-Banking übermittelt werden. Wie das DTA-Format aufgebaut ist, lesen Sie hier.

Eigenkapital (EK)

Das Eigenkapital (kurz EK) gehört zu den Passiven, dem Kapital eines Unternehmens. Wie der Name bereits andeutet, umfasst es die Schuld des Unternehmens gegenüber dem Inhaber. In der Bilanz wird das Eigenkapital auf der rechten Seite, der Passivseite, unter dem Fremdkapital aufgeführt. Bei der Auflistung des Eigenkapitals wird an erster Stelle das Grundkapital aufgeführt: Also jenes vom Eigentümer einbezahlte Kapital oder das Aktienkapital. Darunter folgt das Zuwachskapital (wie Reserven); zum Schluss noch die nicht verteilten Gewinne. 

Einzahlungsschein

Mit einem Einzahlungsschein (EZS) kann eine Einzahlung in Bar oder per Bank-/Postüberweisung auf ein Konto getätigt werden. Einzahlungsscheine können unabhängig davon, ob jemand ein eigenes Bankkonto hat, E-Banking nutzt oder nur Bargeld besitzt, verwendet werden. Es wird zwischen Roten Einzahlungsscheinen (ohne Referenznummer) und Orangen Einzahlungsscheinen (mit Referenznummer) unterschieden. Mehr zu Einzahlungsscheinen finden Sie hier.

Erfolgsrechnung

Was bringt eine Erfolgsrechnung? Dank der Erfolgsrechnung, kurz ER, erkennen Sie, ob Sie Gewinne oder Verluste erzielt haben. Ihre Erträge werden Ihren Aufwendungen gegenüber gestellt: Überwiegen die Erträge haben Sie einen Gewinn in der betrachteten Periode gemacht, umgekehrt einen Verlust.

Eröffnungsbilanz

Da der Unternehmenserfolg (Gewinn) als Unterschiedsbetrag der Summe der Vermögensgegenstände vermindert um die Verbindlichkeiten am Ende des Wirtschaftsjahres beschrieben wird, erklärt sich, dass ein Unternehmer pro Wirtschaftsjahr zwei Bilanzen zu erstellen hat: eine Anfangsbilanz (-> Eröffnungsbilanz) und eine Schlussbilanz. Dieses Prinzip gilt nicht nur für lokale, sondern auch für internationale Bilanzierungsvorschriften.

ERP

ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet die Planung und Abstimmung von Ressourcen wie Material, Personal, Kapital oder Betriebsmittel innerhalb eines Unternehmens. Sinn und Zweck einer solchen Planung ist die rechtzeitige und bedarfsgerechte Bereitstellung aller Ressourcen zur Gewährleistung eines effizienten Wertschöpfungsprozesses. Mehr Informationen zu ERP

Ertrag

Neben den Aufwänden der zweite Hauptbestandteil der Erfolgsrechnung. Erträge kommen durch den Verkauf von Leistungen zu Stande, was zu einem Wertzuwachs in Ihrem Unternehmen führt. 

Fakturierung

Die Faktura ist ein heute vor allem in Österreich und der Schweiz noch gebräuchlicher sinngleicher Begriff für Rechnung. Eine Faktura dokumentiert die erbrachte Leistung eines Lieferanten (Menge, Art, Datum der Lieferung), das Fakturadatum, eine fortlaufend erstellte Fakturanummer, den Preis der gelieferten Waren oder der erbrachten Leistungen zuzüglich der Mehrwertsteuer, die sich aus dem ebenfalls angegebenen Mehrwertsteuersatz für die Leistung ergibt sowie Angaben zu den Zahlungsbedingungen und dem Zahlungsweg. Die Rechnung dient zur Benachrichtigung des Empfängers über die zu erbringende Zahlung und als Basis für die Verbuchung des Geschäftsvorfalles. Tipps, wie Sie die perfekte Rechnung schreiben erhalten Sie hier.

Finanzbuchhaltung - Fibu

Die Finanzbuchhaltung (Fibu) ist neben der Betriebsbuchhaltung (Bebu) einer der beiden Hauptbereiche der Buchhaltung. Gemäss Obligationenrecht (vgl.OR Art. 958f, Absatz 4)  muss jeder Buchführungspflichtige ein Hauptbuch führen - eben die Finanzbuchhaltung (Fibu). Sie umfasst grob folgenden Teilbereiche: Die Erfassung des laufenden Geschäftsverkehrs - also alle Geschäftsfälle, welche die Finanzen Ihrer Firma betreffen - die Erfolgsrechnung und die Bilanz. Mehr zur Finanzbuchhaltung

Finanzkennzahlen

Mit Hilfe von Finanzkennzahlen kann ein Unternehmen seine finanziellen Verhältnisse beurteilen. Kennzahlen dienen als Basis für Zielsetzungen, Entscheidungen und die Definition von Massnahmen. Lesen Sie mehr dazu.

Fremdkapital (FK)

Das Fremdkapital zählt zu den Passiven, dem Kapital eines Unternehmens. Es wird demnach in der Bilanz auf der rechten Seite - der Passivseite - über dem Eigenkapital aufgeführt. Das Fremdkapital beschreibt Schulden bei Dritten und wird nach der Fälligkeit gegliedert; also nach dem Zeitpunkt, zu dem eine Zahlung fällig ist: In kurzfristiges und langfristiges Fremdkapital. Zuoberst befinden sich die Kreditoren (Verbindlichkeiten beispielsweise gegenüber Lieferanten); sie müssen am schnellsten beglichen werden. Als langfristig zählen Darlehen oder Hypotheken.

Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung

Beim Führen der Buchhaltung gelten für alle Buchführungspflichtigen die gleichen gesetzlich vorgeschriebenen Grundsätze. Sie sind in den Grundsätzen ordnungsmässiger Buchführung (GoB) festgehalten. Ihnen hat ihre Buchhaltung zu folgen (vgl. OR Art. 957a, Absatz 2).

  • Vollständiges, wahrheitsgetreues und systematisches Erfassen der Geschäftsvorfälle und Sachverhalte (Sie erfassen alles Wichtige richtig und immer gleich)
  • Der Belegnachweis für die einzelnen Buchungsvorgänge («Keine Buchung ohne Beleg»)
  • Klarheit (Zum Beispiel sinnvolle Buchungstexte: Wem haben Sie was verkauft? Von wem haben Sie was bezogen?)
  • Zweckmässigkeit (Anpassung an Art und Grösse des Unternehmens)
  • Nachprüfbarkeit (beispielsweise für die Revision)

Haben

Haben ist ein Begriff des Rechnungswesens und beschreibt die rechte (Haben-) Seite eines Buchhaltungskontos. Damit ist der Begriff das Pendant zu Soll bzw. der linken Seite eines Kontos.

Hauptbuch

Die Gesamtheit aller Konten, welcher sich Unternehmen für das Verbuchen ihrer Geschäftsvorfälle bedienen, stellt das Hauptbuch dar. Bestimmte, besonders interessante Konten dieses Buches, wie bspw. das Sammelkonto Debitoren, werden in einem Nebenbuch detaillierter geführt. Somit werden in diesen Bereichen aussagekräftigere Informationen ermittelt, anhand derer man die rein zahlenmäßige und wenig aussagekräftige Veränderung des betreffenden Hauptkontos im Detail verstehen kann. Die Ergebnisse der Nebenbücher werden letztendlich wieder auf die entsprechenden Hauptkonten übertragen.

ISO 20022

ISO 20022 Standard, welcher auch UNIFI-Standard (Universal financial industry message scheme) genannt wird, soll als internationaler Standard für den elektronischen Datenaustausch in der Finanzbranche im Sinne einer Harmonisierung die verschiedenen Standardisierungs-Organisationen auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Durch die daraus resultierende Interoperabilität gewährleistet er schließlich einen reibungslosen Ablauf bei der Nachrichtenübermittlung. Gesprochen wird diese gemeinsame Sprache im XML-Format (Extensible Markup Language) und sie benutzt kurze Wörter wie pacs, pain oder camt. ISO 20022 ist also ein offener, für jedermann in der Finanzbranche zugänglicher Standard.

Journalführung

Jedes Unternehmen muss eine ordnungsgemässe Buchführung vornehmen, zu der verschiedene Elemente wie das Grundbuch, das Hauptbuch und diverse Nebenbücher gehören. Das Grundbuch, auch Journal genannt, muss nach bestimmten Vorgaben geführt werden, damit die Angaben sachgerecht in das Hauptbuch übertragbar sind. Früher schrieb der Unternehmer seine Aufzeichnungen tatsächlich in ein physisches Buch, was jedoch mittlerweile kaum noch zur Anwendung kommt, da eine elektronische Buchführung um einiges effektiver ist. Wie ein Journal ordnungsgemäss geführt wird, erfahren Sie hier.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss in der Buchhaltung beschreibt die Abschlussrechnungen am Ende eines Geschäftsjahres. Was gehört dazu? Ein korrekter Geschäftsabschluss besteht mindestens aus einer Bilanz, einer Erfolgsrechnung (Abschluss der Buchhaltung) und dem Anhang; die Einreichefrist läuft jeweils sechs Monate nach Geschäftsjahresende ab. Wird eine Abschlussrechnung unterjährig, also während eines Geschäftsjahres durchgeführt, spricht man von einem Zwischenabschluss.

Ziel des Jahresabschlusses ist es, die wirtschaftliche Situation sowie den Erfolg einer Firma wahrheitsgetreu. So können sowohl der Eigentümer als auch Dritte sich ein korrektes und zuverlässiges Bild über die Situation des Unternehmens machen. Weitere Informationen

Kassenbuch

In Kassenbüchern werden in chronologischer Reihenfolge alle Zuflüsse an die (also alle Bareinzahlungen) und alle Abflüsse aus der Kasse (also Barentnahmen) verzeichnet. Es müssen der Geschäftsvorfall oder Buchungstext (also Art der Einzahlung oder Entnahme von wem oder an wen), die Nummer des zugehörigen Beleges (Quittungen), falls vorhanden der zugehörige Umsatzsteuersatz in Prozent und die Umsatzsteuerhöhe, die Höhe der Gesamteinzahlung oder Gesamtauszahlung im Geschäftsvorfall und das Datum des Vorgangs sowie der täglich saldierte aktuelle Kassenbestand verzeichnet werden. Dieser Saldo wird in der Buchhaltung in der Position Umlaufvermögen erfasst. Das Thema Kassenbuch im Detail.

Kontenplan

Ein Kontenplan ist die Auflistung aller Konten in der Buchhaltung eines Unternehmens. Er ist jeweils spezifisch auf das Unternehmen zugeschnitten und leitet sich aus dem übergreifenden Kontenrahmen ab. Dabei gibt es Kontenpläne für verschiedene Rechtsformen: Ob Einzelunternehmen, GmbH, AG, Stiftung oder Personengesellschaft.

Kontenrahmen

Ein Kontenrahmen ist eine detaillierte Auflistung aller Konten einer Firma, die nach bestimmten Vorschriften zu führen sind. Dadurch lassen sich die einzelnen Ein- und Auszahlungen sowie verschiedene Kostenstellen genau nachvollziehen. Er ist in der Regel sehr umfassend und nur wenige Unternehmen benötigen alle aufgelisteten Konten. Darum leitet sich jedes Unternehmen aus dem Kontenrahmen ihren Kontenplan ab. Für Schweizer KMU gilt der Schweizer Kontenrahmen KMU. Er ist in acht Klassen unterteilt. Mehr zum Kontenrahmen

Kreditoren

Kreditoren bezeichnen Verbindlichkeiten oder Schulden häufig gegenüber Ihren Lieferanten - beispielsweise ausgelöst durch einen Kauf auf Rechnung. In den meisten Fällen sind dies Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten (Lieferantenkreditoren). In der Buchhaltung zählt das Konto Kreditoren zu den Passiven, genauer zum kurzfristigen Fremdkapital.

Zum Unterschied Debitoren und Kreditoren: Den Kreditoren gegenüber stehen die Debitoren (Forderungen), die Guthaben gegenüber Ihren Anspruchsgruppen ausweisen. Also Forderungen an Ihre Kunden und sonstige Abnehmer, die aus Lieferungen und Leistungen Ihrer Firma an sie resultieren. Weitere Infos zu Kreditoren

Kreditorenbuchhaltung

Die Kreditorenbuchhaltung ist das Gegenstück zur Debitorenbuchhaltung und bezeichnet alle zahlungsbedingten Vorgänge zwischen einem Unternehmen und den Kreditoren. Die Waren oder Dienstleistungen werden dabei im Voraus geliefert oder ausgeführt. Dazu wird eine Rechnung vom Kreditor erstellt und anschließend an den entsprechenden Betrieb weitergeleitet. Die Buchhaltung einer Unternehmung erfasst die Rechnungen und archiviert diese. Dadurch ist ersichtlicher, wie hoch die gesamten noch ausstehenden Zahlungen sind und zu welchem Zeitpunkt diese beglichen werden müssen.

Kundenverwaltung

Bei der Kundenverwaltung orientieren sich Unternehmen an bestehenden und potenziellen Kundenbeziehungen und deren Verwaltung. Die Kundenbindung und das systematische Pflegen von Beziehungen stehen im Zentrum. Die geschäftlichen Kontakte und das persönliche Netzwerk bilden die Ausgangslage für viele folgende Arbeitsabläufe; nicht nur für die Auftragsabwicklung. Damit nimmt die Kontaktverwaltung eine zentrale Rolle im Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ein.

Lagerverwaltung

Als ein Teil der Warenwirtschaft befasst sich die Lagerverwaltung nicht nur mit der Verwaltung von Artikelbeständen, sondern auch mit der Erfassung aller Zugänge und Abgänge, welche dem Einkauf und Vertrieb wichtige Informationen liefern. So kann der Einkauf mithilfe des Lagerverwaltungssystems rechtzeitig erkennen, wann welche Artikel bestellt werden müssen und in welcher Menge. Der Vertrieb sieht wiederum die bestände und kann bei zu geringem Lagerbestand den Kunden entsprechende Liefertermine nennen oder bei genügendem Bestand die Artikel problemlos verkaufen.

Lieferschein

Der Lieferschein ist ein Geschäftsbrief, für den es allerdings keine gesetzlich vorgeschriebenen Regeln für seinen Inhalt und seine Form gibt. So ist heute neben dem Lieferschein in Papierform, der traditionell und schon sehr lange benutzt wurde, auch der elektronisch übermittelte Begleitschein gebräuchlich. Lieferscheine können beispielsweise dazu dienen zu überprüfen, ob sich die vom Versender angegebenen Waren auch wirklich in der angelieferten Sendung befinden.

Mahnungen

Die Mahnung ist der nächste Schritt nach der Zahlungserinnerung. Wurde der offene Betrag aufgrund der Zahlungserinnerung noch nicht beglichen, ist es Zeit für die erste Mahnung. Mit ihr wird der Schuldner erneut auf die unbezahlte Rechnung aufmerksam gemacht und eine neue Zahlungsfrist wird gesetzt. Lässt der Schuldner diese wieder verstreichen, folgt die zweite Mahnung unter Androhung von rechtlichen Schritten. Mehr zum Thema Mahnungen finden Sie hier.

Mehrwertsteuer (MwSt.)

Die Mehrwertsteuer ist eine indirekt Konsumsteuer, die vom Bund erhoben wird. Indirekt, weil sie über Konsumenten eines Produkts oder einer Dienstleistung bezahlt wird. Zur MwSt.-Pflicht: Mehrwertsteuerpflichtig sind grundsätzlich alle Unternehmen mit einem Umsatz über CHF 100'000 pro Jahr. Firmen mit einem niedrigeren Jahresumsatz sind von der Pflicht befreit. Zu den Steuersätzen: Der Normalsatz beträgt 8% des Umsatzes. Dieser gilt für die meisten Produkte und Dienstleistungen. Reduzierte Mehrwertsteuersätze gelten beispielsweise für Lebensmittel, Zeitungen oder Medikamente. Alles rund um die Mehrwertsteuer

MT940

Die MT940-Datei (MT=Message Type) entspricht einem Kontoauszug in elektronischer Form. Sie beinhaltet alle relevanten Informationen zu getätigten Banktransaktionen im sogenannten SWIFT-Standard zur elektronischen Übermittlung von Kontoauszugsdaten. Eine solche Datei kann bei den meisten Schweizer Banken angefordert oder via Online-Banking direkt heruntergeladen werden. Weitere Informationen

MwSt.-Abrechnung

Sind Sie mehrwertsteuerpflichtig, stehen Ihnen grundsätzlich zwei Abrechnungsmethoden zur Verfügung: Die effektive Abrechnung und die MwSt.-Abrechnung mit Saldosteuersätzen. Häufig gilt die Effektivbesteuerung als der Standard. Bei dieser Methode deklarieren Sie als Unternehmer den erzielten Umsatz und die angefallene Vorsteuer. Pro Quartal müssen Sie eine Abrechnung bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) einreichen.

Statt auf die effektive setzen viele KMU auf die Saldosteuersatzmethode. Sie minimiert den administrativen Aufwand: Einerseits müssen Sie die Mehrwertsteuer nur halbjährlich (statt quartalsweise) abrechnen. Andererseits entfällt die Ermittlung der Vorsteuer. Wie funktioniert sie? Bei der Abrechnung mit Hilfe von Saldosteuersätzen (SSS) multiplizieren Sie Ihren Umsatz (inkl. der Ihren Kunden in Rechnung gestellten Mehrwertsteuer) mit dem Saldosteuersatz; daraus ergibt sich die Steuerschuld (vgl. Art. 37 MWSTG). Der Steuersatz wird dabei von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) bewilligt und ist branchenabhängig. Dank der SSS wird die Vorsteuer pauschal abgegolten und muss nicht abgerechnet werden. Die Wahl der MwSt.-Abrechnungsmethode hängt vom steuerbaren Jahresumsatz ab und ist an eine maximale jährliche Steuerschuld gebunden. Mehr Informationen

Arbeiten Sie mit der Buchhaltungssoftware bexio, wird das MwSt.-Formular in der Software automatisch so dargestellt, dass es dem Abrechnungsformular der Eidgenössichen Steuerverwaltung (ESTV) entspricht; egal ob Sie effektiv oder mit Saldosteuersätzen abrechnen. Alle Angaben und Ziffern (mit den entsprechenden Mehrwertsteuersätzen), wie zum Beispiel das Umsatztotal der verschiedenen Sätze, sind im Formular von bexio enthalten. So können Sie die Zahlen einfach übertragen. Mehr Infos zur MwSt.-Abrechnung mit bexio

Nebenerwerb

Im Nebenerwerb tätig sind unselbstständige Arbeitnehmer oder selbstständige Erwerbstätige, die in Ergänzung zu ihrer hauptberuflichen Beschäftigung zusätzlich einer weiteren beruflichen Tätigkeit nachgehen. Vorausgesetzt wird per Definition also das Vorliegen eines Haupterwerbs. Dies kann neben einer beruflichen Erwerbstätigkeit zum Beispiel auch die Tätigkeit als Hausfrau sein, mit welcher kein Einkommen erzielt wird. Selbst Studierende können im Rahmen einer Teilzeittätigkeit eine Nebenbeschäftigung ausüben. Der Nebenerwerb wird meist bei einem anderen Arbeitgeber und in einem anderen Tätigkeitsgebiet ausgeübt. Detailliertere Informationen zum Thema Nebenerwerb.

Offertwesen

Eine Offerte oder auch Angebot genannt ist aus kaufmännischer Sicht ein Teil des Beschaffungsvorgangs. Meist geht einem Angebot eine Anfrage eines potenziellen Kunden voraus, auf welche mit der Offerte reagiert wird. Der Anbieter legt darin die Bedingungen fest, unter welchen er bereit ist die angefragte Ware zu liefern, bzw. Dienstleistung zu erbringen. Mehr zum Thema Offertwesen

pain.001

Pain.001 ist ein XML (=Extensible Markup Language)-basiertes Zahlungsformat im ISO 20022-Standard und ersetzt laufend, spätestens jedoch ab Mitte 2018, das bisher gängige DTA-Format. Durch die Einführung und Anwendung des ISO 20022-Standards soll eine Vereinheitlichung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs erreicht werden. Lesen Sie dazu mehr.

Papierkram

Die traditionelle Aktenverwaltung heisst bei manchem computergeübten Büroarbeiter nur noch abwertend "Papierkram". Tatsächlich muss das Papier manuell zu den jeweiligen Lesern transportiert, häufig in mehreren Kopien, und aufwendig archiviert werden. Das belastet die Umwelt und erfordert hohe Prozesskosten. Aus diesem Grund gibt es bereits seit einigen Jahren in vielen Büros den Trend zum papierlosen Büro. Im papierlosen Büro wird gänzlich oder zu grossen Teilen auf den Einsatz von Papier verzichtet. Mithilfe von Datennetzen, Programmen, intelligenter Archivierung und Einsatz von mobilen Endgeräten ersetzt der elektronische Dateienverkehr die Papierumläufe. Noch mehr über das Thema Papierkram können Sie hier lesen.

Passiven

Die Passiven (Passiva) beschreiben das Kapital eines Unternehmens. In der Bilanz werden sie auf der rechten Seite, der Passivseite, aufgeführt. Diese wird in Fremdkapital und Eigenkapital unterteilt. Weitere Informationen

Quartalsabschluss

Der Quartalsabschluss dient als eine Art Zwischenbericht über die wirtschaftliche und finanzielle Situation eines Unternehmens. Denn der eigentliche Geschäftsabschluss (Jahresabschluss) erscheint nur einmal im Jahr. Interessenten möchten jedoch auch unterjährig über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert werden. Ausserdem gibt ein Quartalsabschluss auch die Möglichkeit allfällige Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Rechnungsprogramm

Ein Rechnungsprogramm hilft Unternehmern dabei die Rechnungsabläufe wie Erstellung, Fakturierung oder Versand zu vereinfachen und zu beschleunigen. Mit der Anzeige des Status einer Rechnung (offen, bezahlt, in Verzug) können zum Beispiel Mahnläufe schneller (oder sogar automatisch) eingeleitet werden, wodurch Unternehmer schneller bezahlt werden. Viele Abläufe lassen sich dank Rechnungsprogrammen automatisieren und somit die Effizient seigern.

Rechnungswesen

Das Rechnungswesen ist Teil der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und befasst sich mit den gesamten Vorgängen, die nötig sind, ein Unternehmen in organisatorischer und vor allem finanzieller Sicht korrekt zu führen. Das Rechnungswesen kann in vier Teile gegliedert werden: Buchhaltung, Kalkulation, Statistik und die Budgetplanung. Die Bereiche im Detail

Rüstschein

Rüstscheine sind Hilfsinstrumente innerhalb der Warenwirtschaft. Sie enthalten Angaben über Inhalt und Handling der im Lager zu kommissionierenden Lieferung. So sind zum Beispiel die Artikelnummer der bestellten Ware, Informationen zum Lagerstandort oder die Lieferadresse aufgeführt. Mithilfe des Rüstscheins können die Lagermitarbeiter die gesamte Lieferung für den Kunden zusammenstellen. Mehr zum Thema Rüstschein finden Sie hier.

Saldobesteuerung

In der Schweiz gibt es zwei Methoden, um die Mehrwertsteuer abzurechnen. Die effektive Methode und die Abrechnung mit Saldosteuersätzen, welche von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vorgegeben werden. Diese sind branchenabhängig und variieren dadurch stark. 

Bei der Saldobesteuerung wird der Jahresumsatz (inkl. der den Kunden in Rechnung gestellten Mehrwertsteuer) mit dem für die Branche vorgegebenen Steuersatz multipliziert. Daraus ergibt sich dann die Steuerschuld (vgl. Art. 37 MWSTG). Der Vorteil von dieser Methode: Die Vorsteuer muss nicht abgerechnet werden, da sie pauschal abgeholt wird. Ausserdem minimiert die Saldobesteuerung den administrativen Aufwand. Sie müssen die Mehrwertsteuer nur halbjährlich - statt quartalsweise wie bei der effektiven Methode - abrechnen.

Schlussbilanz

Am Ende eines Geschäftsjahres möchte jede Unternehmung wissen, wie gut ihre Geschäfte wirklich gelaufen sind: Kann sie einen Erfolg verzeichnen oder ist das vergangene Jahr durch Misserfolg geprägt? Nebst der Unternehmung selbst möchten auch andere, zum Beispiel die Aktionäre als Eigenkapitalgeber oder der Staat zum Zweck der Steuerermittlung, wissen, wie es um die Finanzen des Unternehmens steht. Dafür wird die Schlussbilanz erstellt. Die vergangene Geschäftsperiode wird abgeschlossen und der erwirtschaftete Gewinn oder Verlust ermittelt.

Skonto

Skonti sind Preisnachlässe, die in Prozent des Zahlungsbetrages vereinbart oder angeboten werden, wenn innerhalb bestimmter Fristen gezahlt wird. Im Verkauf an den Endverbraucher sind manchmal Skonti durchsetzbar, wenn bei grösseren Einkäufen sofort bar bezahlt wird. Ebenso ist die Einräumung von Skonti im gewerblichen Zahlungsverkehr nicht unüblich. So kann der Zahlungspflichtige zum Beispiel wählen, ob er innerhalb von X Tagen mit etwa Y % Preisnachlass oder erst innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug zahlt. Üblich sind auch gestaffelte Skonti, deren Höhe mit steigender Frist sinkt (zum Beispiel Barzahlung 5 %, 10 Tage 2 %, 20 Tage 1 %). Skonto im Detail erklärt, finden Sie hier.

Software-as-a-Service

Bei Software-as-a-Service, abgekürzt häufig SaaS genannt, geht es darum, dass die eigentliche Software nicht mehr auf lokalen Rechnern installiert sondern in der Cloud genutzt wird und die Daten in externen Rechenzentren gespeichert werden. Die Software wird über den Browser benutzt, lokale Klienten entfallen. Das hat für Anbieter und Nutzer einige operative und kostensenkende Vorteile wie etwa die zentrale Wartung, die Reduktion lokalen Spezialistentums, die exakte Kostenkalkulierbarkeit und die beliebige Skalierbarkeit der Systeme. Mehr zum Thema SaaS erfahren Sie hier.

Soll

Soll ist das Gegenstück zu Haben und beschreibt die linke Seite eines Buchhaltungskontos; also die linke Seite des Kontenkreuzes.

Staffelpreis

Beim Warenabsatz gestalten Unternehmen die Preise für ein Produkt häufig abhängig von verschiedenen Kriterien. Unterteilte Einheiten einer grösseren Gesamtmenge nennt man Staffeln. Daraus leitet sich der Begriff des Staffelpreises oder auch der Preisstaffeln ab. Am häufigsten werden Staffelpreise zur Festlegung von Mengenrabatten eingesetzt. Staffelpreise können aber auch abhängig von Grössen, Qualitäten, Ausstattungen und Ähnlichem gebildet werden. Lesen Sie dazu mehr in diesem Beitrag.

Stundenansatz

Der Stundensatz zeigt den wahren Wert der von einer Unternehmung erbrachten Arbeitsleistung. Er stellt letztendlich den Preis dar, den ein Auftraggeber für die bezogene Dienstleistung bezahlt. Der Stundensatz einer gewinnorientierten Unternehmung soll sowohl kostendeckend als auch gewinnbringend sein- Dazu muss er unter Einbezug verschiedener Faktoren berechnet werden. Entscheidend dabei sind die beiden Fragen „Was kostet es mich als Unternehmung, diese Arbeit zu verrichten?" und „Welchen Gewinn möchte ich mit meiner Tätigkeit erzielen?". Diese beiden Faktoren, die Kosten und der angestrebte Gewinn, dienen als Anhaltspunkte dazu, welchen Preis eine Firma für ihre Dienstleistungen verlangen muss. Mehr Informationen zum Stundenansatz finden Sie hier.

Transitorische Aktiven

Transitorische Aktiven sind Abgrenzungsbuchungen, die am Ende eines Geschäftsjahres getätigt werden. Unter der aktiven Rechnungsabgrenzung versteht man die periodengerechte Abgrenzung von letztjährigem Ertrag, für den zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses noch kein Zahlungseingang verbucht werden konnte. Mehr dazu zu Transitorischen Aktiven

Transitorische Passiven

Transitorische Passiven sind Abgrenzungsbuchungen, die am Ende eines Geschäftsjahres getätigt werden. Unter der passiven Rechnungsabgrenzung versteht man die periodengerechte Abgrenzung von letztjährigem Aufwand, für den zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses noch keine Rechnung vorliegt. Oft kann man den Wert der fehlenden Rechnungen auch nur schätzen. Mehr dazu zu Transitorischen Passiven

Umlaufvermögen (UV)

Das Umlaufvermögen ist Bestandteil der Aktiven, des Vermögens. Grob zusammengefasst beinhaltet es die flüssigen Mittel (wie Kasse, Post oder Bankguthaben), Ihre Debitoren (Forderungen) und die Vorräte. Sämtlich Aktivposten des Umlaufvermögens werden nach ihrer Liquidität gegliedert: Je schneller Sie ein bestimmtes Konto zu «realem» Geld machen können, desto liquider ist diese Position. Das Konto Kasse befindet sich demnach zuoberst, weil es die höchste Liquidität aufweist; dessen Geld ist am schnellsten verfügbar. In der Bilanz wird das Umlaufvermögen zuoberst auf der Aktivseite (über dem Anlagevermögen) aufgeführt.

Vereinbartes Entgelt

Die Abrechnung der Mehrwertsteuer nach vereinbartem Entgelt ist das Standardverfahren der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Bei dieser Methode wird die Mehrwertsteuer fällig, sobald die Rechnung dem Kunden gestellt wurde. Bezahlt dieser die Rechnung nun erst in einem späteren Quartal, finanzieren Sie als Unternehmer die MwSt. vor. Anders bei der MwSt.-Abrechnung nach vereinnahmtem Entgelt. Mehr Infos

Vereinnahmtes Entgelt

Zur MwSt.-Abrechnung nach vereinnahmtem Entgelt: Hier ist die Mehrwertsteuer erst fällig, nachdem Sie die Zahlung des Kunden erhalten haben. Anders als bei der MwSt.-Abrechnung nach vereinbartem Entgelt müssen Sie die Mehrwertsteuer so nicht vorfinanzieren. Die vereinnahmte Methode muss schriftlich bei der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) beantragt werden. Mehr Infos

Vereinsbuchhaltung

Vereine sind gemäss Art. 60 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches Körperschaften, deren Zweck darin besteht, dass sich ihre Mitglieder einer nicht wirtschaftlichen Aufgabe widmen. Obwohl ihr Sinn nicht darin besteht, einen Gewinn zu erzielen, bringt die Ausübung der Vereinstätigkeit grundsätzlich verschiedene finanzielle Verpflichtungen mit sich. So können auch diese Körperschaften Einnahmen und Ausgaben haben sowie über ein Vermögen verfügen. Von verschiedener Seite besteht dabei ein Interesse daran, dass die entsprechenden Geldbeträge in transparenter und geeigneter Weise festgehalten werden. Deshalb ist das Führen einer Buchhaltung für Vereine genauso sinnvoll, wie für andere juristische Personen.

Verprobung

Kurz gesagt entspricht die Verprobung (oder MWST-Rekapitulation) dem Überprüfen der MWST-Abrechnung. Das bedeutet, dass das Verproben oder die Rekapitulation der Mehrwertsteuer nichts anderes ist, als zu überprüfen, ob das MWST-Formular korrekt ausgefüllt ist. Detailliertere Informationen haben wir Ihnen hier aufgeführt.

Wertberichtigung

Die Wertberichtigung ist eine indirekte Abschreibung von Positionen auf der Aktivseite der Bilanz. Wertverminderungen werden nicht direkt auf dem Aktivkonto gebucht, sondern indirekt über das entsprechende Wertberichtigungskonto. Somit sind in der Bilanz der Anschaffungswert, die kummulierten Abschreibungen (auf dem Konto Wertberichtigung) sowie als Differenz der Buchwert ersichtlich.

XBRL

XBRL steht für «eXtensible Business Reporting Language» und ist ein international anerkannter Standard für die digitale Übermittlung von Unternehmensinformationen. Dieser ist für jeden frei zugänglich und wird von der Non-Profit-Organisation XBRL International unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dieser Standard wird weltweit bereits in über 50 Ländern benutzt und sein Ziel besteht darin, die Geschäftsberichterstattung (sprich: Business Reporting) von Unternehmungen zu rationalisieren. Detailliertere Informationen zur Funktionsweise und dem Aufbau finden Sie hier.

Year To Date

Year to date (YTD) bezieht sich auf die Periode vom ersten Tag des laufenden (Geschäfts)Jahres bis zum aktuellen Datum. YTD Informationen sind nützlich für die Analyse von Trends und zum Vergleich von Performance-Daten.

Zahlungserinnerung

Eine Zahlungserinnerung wird dann ausgestellt, wenn ein Zahlungstermin, gemessen am Eingang der Zahlung, nicht eingehalten wurde und der Schuldner durch diese Erinnerung in Verzug gesetzt werden muss, bzw. er automatisch in Verzug tritt. Die weiteren Schritte nach der Zahlungserinnerung sind die 1. und 2. Mahnung sowie die Betreibungsandrohung. Oftmals reicht aber schon die freundliche Zahlungserinnerung, um den ausstehenden Betrag zu erhalten. Mehr zur Zahlungserinnerung finden Sie hier.

ZUGFeRD

ZUGFeRD ist die Abkürzung für „Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland“. Rechnungen, welche unter Nutzung dieses Standards erstellt werden, vereinen die Vorteile von Papierrechnung und EDI-Verfahren. Diese Form der elektronischen Rechnung besteht aus einem sichtbaren Rechnungsbild, das heisst einer PDF/A-3-Datei, aus welcher alle Rechnungsdaten für den Empfänger ersichtlich sind, genau wie dies bei einer Papierrechnung der Fall ist. Zusätzlich ermöglicht dieser von FeRD entwickelte Standard für E-Rechnungen die Einbettung aller Rechnungsinformationen in der Form einer XML-Datei, dank welcher die Rechnung beim Empfänger vollautomatisch eingelesen und ausgewertet werden kann.

Zwischenabschluss

Eine Abschlussrechnung soll die wirtschaftliche Lage sowie den Erfolg eines Unternehmens abbilden. Wird dieser Abschluss nicht am Ende eines Geschäftsjahres (Jahresabschluss) sondern im Verlauf eines Jahres durchgeführt, spricht man von einem Zwischenabschluss. Gleich wie beim Jahresabschluss wird per festgelegten Stichtag eine Bilanz und Erfolgsrechnung erstellt. Unterjährliche Zwischenabschlüsse wie Quartalsabrechnungen machen Sinn: Dank ihnen können Sie rasch abschätzen, ob Ihr Unternehmen im Budget liegt. Arbeiten Sie mit Buchhaltungssoftware wie bexio, erstellen Sie per jedem beliebigen Stichtag eine Bilanz oder Erfolgsrechnung - mit nur einem Klick.

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