23.02.2016 | 1 Kommentar

Flüssig bleiben: Darum muss jedes KMU einen Liquiditätsplan haben

Liquiditätsplan? Brauche ich das als Kleinunternehmer? Gemäss KMU-Portal des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) sind neun von zehn Konkursen auf Liquiditätsengpässe zurückzuführen; die Antwort ist also einfach: Auf jeden Fall! Wir liefern Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Liquiditätsmanagement und geben Tipps, um aus Engpässen herauszufinden.

Was ist ein Liquiditätsplan?

Der Liquiditätsplan gehört zur Finanzplanung und beobachtet die Zahlungsströme in einem Unternehmen. Das heisst, er stellt die Gesamtheit aller Ein- und Auszahlungen dar. Durch die Planung der flüssigen Mittel soll die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens gewährleistet werden. Der Fokus der Analyse liegt dabei eher auf kurzen Prognosezeiträumen von Monaten oder wenigen Jahren.

Warum ein Liquiditätsplan?

Das Liquiditätsmanagement hat zum Ziel, sowohl heute als auch morgen zahlungsfähig zu sein. Denn zahlungsfähig heisst handlungsfähig; sonst droht der Konkurs. Mit Hilfe des Liquiditätsplans behalten Sie den Überblick über Ihre Finanzlage und können rechtzeitig Vorsorgemassnahmen* ergreifen, um Zahlungsverpflichtungen auch am Ende der Beobachtungsperiode nachkommen zu können. Damit ist der Liquiditätsplan eine der wichtigsten Orientierungsgrössen der operativen Unternehmensführung. Damit spricht er aber nicht nur Startups, sondern sämtliche Firmen an: Vom Kleinunternehmen oder KMU bis zum Grosskonzern, alle müssen den Überblick über ihre Zahlungsmittel haben, um die Finanzierungsbasis sicher zu stellen.

Wie wird die Liquidität berechnet?

Grundsätzlich resultiert die Liquidität aus dem Cashflow, also dem «Geldfluss». Damit sind Geldbeträge gemeint, die innerhalb einer festgelegten Periode (beispielsweise innerhalb eines Monats) in der Kasse oder auf das Unternehmenskonto eingehen und abfliessen. Bei dieser direkten Berechnung der Liquiditätsplanung stehen also die Zu- und Abflüsse (sprich: die Einnahmen und Ausgaben) innerhalb des Analysezeitraums im Zentrum; daraus resultiert ein Liquiditätssaldo. Zusammen mit dem Anfangsbestand der liquiden Mittel ergibt sich der Endbestand aller flüssigen Mittel. Alternativ können ausgehend vom Jahresüberschuss nicht zahlungswirksame Erträge subtrahiert und Aufwendungen addiert werden - die indirekte Liquditätsplanung.

Rechnen Sie bei der Planung Ihrer Liquidität grosszügig, so haben Sie Reserven wie beispielsweise bei Zahlungseingängen: Einige Kunden begleichen ihre Rechnungen nicht bereits nach zehn Tagen, sondern erst viel später. Demgegenüber sollten Ausgaben wie Mieten oder Ratenzahlungen so exakt wie möglich mitberechnet werden. Ordnen Sie nach diesem Schema alle erwarteten Zahlungen periodengerecht zu.

*Liquiditätsengpass: Tipps zur Zahlungsfähigkeit

Falls Sie in einen Zahlungsengpass geraten sollten, zeigt das KMU-Portal des SECO verschiedene Massnahmen auf, damit Sie zahlungsfähig bleiben.

Einerseits gilt es, möglichst schnell bezahlt zu werden:

  • Rechnungen direkt schreiben bzw. schnell abrechnen
  • Kurze Zahlungsfristen vereinbaren (Mit Skonto Anreize setzen)
  • Akonto- oder frühe Anzahlungen fordern
  • Kundenforderungen über Factoring bewirtschaften (also Kreditoren an Institute übertragen)

Andererseits können Sie mit den untenstehenden Tipps finanzielle Mittel zurückhalten:

  • Zahlungsbedingungen ändern (beispielsweise mittels verlängerter Zahlungsfristen)
  • Einsparungen und Optimierungen in der Produktion und im Lagerbestand (Lagereffizienz)
  • Anlagen nicht kaufen, sondern leasen oder mieten

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Kommentare

Peter Zweifel

Ja genau das möchte ich. Eine Liquiditätsverlaufsgrafik wie sie dies oben im Bild haben.
Ich sehe das aber schon richtig, dass dies in Bexio resp. dem Dashboard (noch?) nicht enthalten ist - oder?

bexio

Guten Tag

Die Beispielgrafik oben im Bild gleicht dem Dashboard mit den Finanzübersichten in bexio. Einen Liquiditätsverlauf gibt es noch nicht, über Weiterentwicklungen dazu werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Allerdings können Sie andere wichtige Grafiken für Ihr Liquiditätsmanagement anzeigen lassen; wie beispielsweise Einnahmen und Ausgaben oder überfällige Rechnungen. Weitere Informationen zu diesen verschiedenen Finanzcharts finden Sie hier.

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