25.02.2016 | 1 Kommentar

Finanzkennzahlen und KPI: Damit Sie nicht nur Bahnhof verstehen

MRR, EBITDA, CLTV oder KPI: Wenn Sie bei Ihrem Treuhänder sind oder Kollegen über ihre Businesspläne sprechen, verstehen Sie nur noch Bahnhof? Wir bringen Licht ins Dunkel und gehen auf wichtige Kennzahlen und Key Performance Indicators (KPI) ein, die jeder Unternehmer kennen sollte.

«Was kann ich mit Kennzahlen anfangen?», fragen Sie sich vielleicht. Kennzahlen sind weitaus mehr als nur Lückenfüller für Ihren Businessplan - sie sind wichtige Orientierungsgrössen für Sie und Ihr Unternehmen. Sie zeigen Ihnen nicht nur, wo Ihr Unternehmen zurzeit steht. Mit ihnen können Sie auch Ihren unternehmerischen Erfolg messen, Vorgänge überwachen (Controlling), Ihre Firma für die Zukunft rüsten und Ihr Unternehmen mit anderen vergleichen.

MRR

Der Monthly Recurring Revenue entspricht der Summe aller monatlich erzielten Umsätze; also sämtliche Einnahmen aus erbrachten Dienstleistungen oder Produkten.

Eigenkapitalquote

Um das Verhältnis von Eigen- zu Gesamtkapital zu beschreiben, wird die Eigenkapitalquote verwendet. Sie wird besser, je mehr Eigenkapital in ein Unternehmen investiert wird. Mit höherer Beteiligung geht aber auch ein stärkeres unternehmerisches Risiko für den Inhaber des Unternehmens einher.

Analog dazu kann auch die Fremdkapitalstruktur berechnet werden: Die Fremdkapitalquote entspricht dem Verhältnis des Fremd- zum Gesamtkapital eines Unternehmens.

KPI: Key Performance Indicator

KPI: Key Performance Indicator

Key Performance Indicator sind Kennzahlen, mit denen der Erfolg gemessen bzw. die Leistung beurteilt wird. Sie entsprechen meist den Erfolgsfaktoren wie Umsatz oder EBIT, wobei je nach Zielsetzung andere KPI verwendet werden.

Bruttogewinn

Die wichtigste Saldogrösse - insbesondere für einen Handelsbetrieb - ist der Bruttogewinn; auch Deckungsbeitrag genannt. Er entspricht dem Gewinn, bei dem keine fixen Kosten abgezogen werden: Der Warenertrag wird dem Warenaufwand gegenüber gestellt.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes, sprich Gewinn vor Zinsen und Steuern: Diese Kennzahl ist mittlerweile auch bei KMU zum Standard geworden.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization bedeutet: Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Diese Rentabilitätskennzahl entspricht der wichtigsten Saldogrösse und wird vor allem bei Kleinunternehmen als Überleitung vom Gewinn (Praktikermethode) auch als betrieblicher Cash Flow bezeichnet (Annäherung Gewinn/Cash Flow).

CLV oder CLTV

Der Customer Lifetime Value entspricht auf Deutsch dem Kundenwert. Er beschreibt, wie viel Geld ein Kunde im Verlauf seiner gesamten Kundenbeziehung ausgeben wird.

Liquidität

Flüssig sein - also liquide sein - bedeutet, dass ein Unternehmer in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu bezahlen. Mit dem Liquiditätsmanagement bzw. eines Liquiditätsplans soll diese Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt werden. Weitere Informationen wie die Berechnung finden Sie im Beitrag «Flüssig bleiben: Darum muss jedes KMU einen Liquiditätsplan haben».

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Kommentare

Thomas Stangl

Die Beschreibung des MRR ist nicht koreckt.
Der Monthly Recuring Revenue gibt den wie der Name schon ausdrückt Monatlich wiederkehrenden Umsätze an. Das heißt nicht die Summe alle, sondern die Umsätze mit denen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Periode wieder gerechnet werden kann z.B. bei Abo Modelle oder Saas Gebühren . Mit freundlichen Grüßen, Thomas Stangl

bexio

Guten Tag Herr Stangl

Vielen Dank für den Hinweis. Sie haben natürlich Recht. Wir haben versucht, die Kennzahlen so einfach wie möglich zu erklären und für zum Beispiel ein SaaS Unternehmen wie bexio, das mit monatlichen Paketgebühren rechnet, ist die Aussage zutreffend.

Beste Grüsse

Ihr bexio-Team

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