22.06.2016 | 0 Kommentare

Damit Ihre Bilanz Sie nicht zum Kochen bringt

«Wozu erstelle ich eine Bilanz?», fragen Sie sich? Ganz einfach: Um die folgenden zwei Fragen zu beantworten. (Und weil die Bilanz zur ordnungsgemässen Buchhaltung vorgeschrieben ist.)

  • Wo habe ich mein Geld angelegt?
  • Woher stammt das Geld?

Damit Sie in Ihrer Buchhaltung auch Antworten darauf finden, widmen wir uns in diesem Beitrag ausführlich der Bilanz. Also ran an die Zahlen, fertig, los.

Die beiden Hauptzutaten der Bilanz

Um eine Leistung erbringen zu können, benötigen Sie eine erste wichtige Zutat: Vermögen. In der Buchhaltungsküche auch Aktiven genannt. Sie fassen alle Vermögenswerte Ihres Unternehmens zusammen und beantworten die Frage, wo Sie Ihr Geld angelegt haben. Daneben benötigen Sie eine weitere Zutat: Das Kapital. Dieses wird als Passiven bezeichnet und sagt Ihnen, woher Ihr Geld stammt. In der Bilanz werden nun die Aktiven (linke Seite) und Passiven (rechte Seite) einander gegenüber gestellt.

Der Aufbau de Bilanz
Die Gliederung der Bilanz: Links die Aktiven (aufgeteilt in Umlauf- und Anlagevermögen); rechts die Passiven (gegliedert in Fremd- und Eigenkapital).

Von A wie Aktiven...

Zuerst zur linken Seite der Bilanz, der Aktivseite. Die Aktiven werden in Umlaufvermögen und Anlagevermögen aufgeteilt. Das Umlaufvermögen ist nach Liquidität gegliedert: Je schneller Sie ein bestimmtes Konto zu «realem» Geld machen können, desto liquider ist diese Position. Grob zusammengefasst beinhaltet das Umlaufvermögen die flüssigen Mittel (wie Kasse, Post oder Bankguthaben), Ihre Debitoren (Forderungen) und die Vorräte. Das Konto Kasse befindet sich zuoberst, weil es die höchste Liquidität aufweist. Dieses Geld ist am schnellsten verfügbar.

Das Umlaufvermögen kann innerhalb eines Jahres in flüssige Mittel umgewandelt werden. Daher die Bezeichnung.

Ebenfalls auf der Aktivseite, unter dem Umlaufvermögen, wird das Anlagevermögen aufgeführt. Es beinhaltet beispielsweise Fahrzeuge, Mobilien (Einrichtungsgegenstände), Maschinen oder Immobilien und gliedert sich nach der Mobilität: Fahrzeuge werden zuoberst aufgeführt, Immobilen zuunterst.

...bis P wie Passiven

Auf dem Weg zum «Chef de Cuisine» Ihrer Buchhaltungsküche brauchen Sie nebst Vermögen noch eine zweite Hauptzutat: Das Kapital, auch Passiven genannt. Die Passivseite wird in Fremdkapital und Eigenkapital aufgeteilt. Ersteres beschreibt Schulden bei Dritten und wird nach der Fälligkeit geordnet, also nach dem Zeitpunkt, zu dem die Zahlung fällig ist: In kurzfristiges und langfristiges Fremdkapital. Zuoberst befinden sich die Kreditoren (also Verbindlichkeiten beispielsweise gegenüber dem Lieferanten); sie müssen am schnellsten beglichen werden. Als langfristig zählen Darlehen oder Hypotheken.

Unter dem Fremdkapital befindet sich das Eigenkapital. Es wird so genannt, weil es die Schuld des Unternehmens gegenüber dem Inhaber beschreibt. An erster Stelle wird hier das Grundkapital aufgeführt. Also jenes vom Eigentümer (dem «Chefkoch») einbezahlte Kapital oder das Aktienkapital. Darunter folgt das Zuwachskapital (wie Reserven); zum Schluss noch die nicht verteilten Gewinne. In welchem Verhältnis sollen Eigen- und Gesamtkapital stehen? Hier finden Sie Antworten.

Die Bilanzprüfung: Ist Ihre Bilanz in der Balance?

Das Spezielle einer Bilanz? Sie muss immer ausgeglichen sein. Die Summe der linken Seite muss jener der rechten Seite entsprechen - oder kurz: Aktiven gleich Passiven. Dabei stellt die Bilanz stets eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Stichtag dar und kann sich somit täglich verändern. Führen Sie kein unterjähriges Geschäftsjahr, ist der 31. Dezember ein häufiger Bilanzstichtag.

Wie verändert sich die Bilanzsumme? Sie steigt mit Hilfe einer Kapitalbeschaffung: Neue Aktiven kommen hinzu, die durch die Passivseite finanziert werden; beispielsweise wenn der Kauf eines Hauses mit einer Hypothek finanziert wird. Anders eine Kapitalrückzahlung. Hier sinkt die Bilanzsumme: Mit den Aktiven wird Fremd- oder Eigenkapital zurückbezahlt, beispielsweise wenn eine Lieferantenrechnung mit Hilfe einer Bankzahlung beglichen wird.

Wie sieht eine Bilanz aus? Hier finden Sie ein Beispiel.

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